Wer die Mensa der Berufsschule Zofingen betritt, dem sticht ein neuer Aushang ins Auge. Darauf steht: Wer sein Essen nicht in der Mensa bezieht, soll «doch bitte auch Besteck und Serviette von Zuhause oder dem Lieferanten» mitnehmen. 

Und weiter: «Ansonsten müssen wir einen Unkostenbeitrag verlangen für die Servietten und das Besteck!» Das berichtet 20min.ch.

Eine Leserin, laut der die Mensa hauptsächlich von Lernenden besucht wird, findet das daneben. «Das ist das Allerletzte, dass man so etwas von den Schülern verlangt. Die Menüs alleine sind ja schon teuer genug.» Andere seien auch nicht begeistert von der angekündigten Massnahme. 

Geführt wird die Mensa der Berufsschule Zofingen von der Compass Group. Diese führt noch 230 weitere Betriebe in der Schweiz. Sprecher Ronald Joho räumt gegenüber 20min.ch ein: «Der Aushang ist unglücklich formuliert und wird demnächst ausgetauscht.» Es sei nicht so, dass jetzt eine Besteck-Kontrolle eingeführt werde. 

Joho fügt aber auch an, dass der Unkostenbeitrag freiwillig sei. «Wer für auswärtig bezogene Speisen Besteck bezieht, kann an der Kasse einen Betrag von 50 Rappen zahlen.» Das werde auch rege genutzt von den Schülern und Studenten. Die Leserin zumindest sagt, dass sie noch nie davon gehört habe. 

Der Sprecher der Compass Group sagt weiter, dass mit den 50 Rappen Personal- und Reinigungskosten sowie Bruch und Abnutzung berücksichtigt werden. Er verweist darauf, dass Schüler «die ganze Infrastruktur» benutzen und «überall Wasser beziehen» könnten.

Doch das scheint nicht der einzige Grund für den Aushang und den Unkostenbeitrag zu sein. Der Betriebsleiter der Mensa Zofingen sagt zu 20min.ch. «Jährlich müssen wir zwischen 4000 und 6000 Franken ausgeben, um neues Besteck zu beschaffen, da dieses entweder geklaut oder mitgenommen und liegen gelassen wird.»