Die Grundmauern des Oberen Badehauses im Aargauer Städtchen wurden im Jahr 1545 errichtet, wie die Stadtkanzlei Zofingen am Donnerstag mitteilte. Eine obere Badestube beim Pulverturm sei seit 1364 historisch überliefert. Das Gebäude sei wohl 1880 aus Platzgründen abgerissen worden.

In den Badestuben wusch sich im Mittelalter die Stadtbevölkerung den Schmutz vom Leib. In den Stuben wurden zudem einfache medizinische Leistungen wie das Schröpfen vorgenommen. Die Menschen reinigten auch ihre Kleider. Das Wasser für die Stube stammte aus dem Stadtbach.

Die Aargauer Kantonsarchäologie nimmt die Grundmauern des Oberen Badehauses nun unter die Lupe. Für die Archäologen sind die Zofinger Überbleibsel der öffentlichen Nasszelle relevant.

Bislang sind in der Schweiz erst fünf städtische Badestuben ergraben und untersucht worden. Es handelt sich um Anlagen in Chur, Malans GR, Winterthur und Zürich sowie in Willisau LU.