Der erste Fall tauchte am Sonntagabend, 17. Februar, in Rothrist auf. Ein Unbekannter bestellte eine Pizza an eine Adresse. Dort fand der Kurier jedoch keine Person mit dem entsprechenden Namen.

Als er schon wegfahren wollte, machte in der Nähe ein Mann auf sich aufmerksam und gab sich als Besteller der Pizza aus. Er bezahlte diese mit einer 200-Franken-Note, nahm das Rückgeld entgegen und verschwand.

Erst in der Pizzeria wurde festgestellt, dass die Banknote gefälscht war. Der Inhaber erstattete bei der Kantonspolizei Anzeige.

Zwei weitere Fälle

Zwei Tage später erfuhr die Kantonspolizei aufgrund einer Anzeige, dass der Kurier eines Pizza-Lieferdienstes in Dottikon ebenfalls am Sonntagabend einem Unbekannten auf den Leim gegangen war. Unter gleichen Umständen wie in Rothrist hatte dieser die Pizza mit einer falschen 200-Franken-Note bezahlt.

Schliesslich wurde bei der Kantonspolizei noch ein dritter Fall angezeigt. Am Abend des 20. Februar hatte der Täter den Pizza-Kurier auf einen Parkplatz in Wildegg gelockt und dort mit einer falschen Zweihunderternote bezahlt.

Gleiche Täter?

Trotz des gleichen Vorgehens ist zur Zeit unklar, ob alle drei Straftaten auf das Konto der gleichen Täterschaft gehen, teilt die Kantonspolizei Aargau mit. Die Ermittlungen der Polizei sind im Gange.

Die Kantonspolizei warnt vor dieser Masche. Sie erhalte regelmässig Meldungen und Anzeigen wegen Falschgeldes. Wie im Fall dieser Pizza-Kuriere hätten die Täter gezielt Orte mit schlechten Lichtverhältnissen gewählt, damit die Fälschung  nicht sofort auffällt.

Auch tauche bei Anlässen mit vielen Leuten und Aushilfspersonal in den Festwirtschaften immer wieder Falschgeld auf. Obwohl mit Farbkopierern und ähnlichen Mitteln hergestellte «Blüten» auf den ersten Blick täuschend echt aussehen, lassen sie sich einfach durchschauen. Die Kantonspolizei empfiehlt, sich die wichtigsten Sicherheitsmerkmale der Banknoten einzuprägen. (ldu)