Fussball

Stadionverbot für immer: SVP-Giezendanner sagt Chaoten den Kampf an

Er hat genug von Randalen, Vandalismus und wüsten Szenen nach den Fussballspielen: SVP-Nationalrat Ueli Giezendanner will die vermummten Chaoten für immer und ewig aus den Stadions verbannen. Diese Forderung stösst auf Kritik.

Nach dem Fussballmatch stürmen sie das Spielfeld, reissen die Torstangen aus der Verankerung und gehen auf die gegnerischen Fans los: Was nach dem Match zwischen dem FC Aarau und dem FC Basel als "Schande von Aarau" in die Annalen einging, soll man künftig auf hiesigen Fussballplätzen nicht mehr sehen müssen. SVP-Nationalrat Ueli Giezendanner fordert für vermummte Chaoten ein lebenslanges Stadionverbot. Hooligankonkordat und Vermummungsverbot reiche dazu nicht aus. "Jemand, der ins Stadion geht, dreinschlägt und Sachen kaputt macht, schadet dem Sport", sagt der Aargauer gegenüber Tele M1.

Giezendanner fordert lebenslanges Stadionverbot für vermummte Chaoten.

Giezendanner fordert lebenslanges Stadionverbot für vermummte Chaoten.

Die Polizei soll die Vermummten vor Ort packen und fotografieren, in einer Personaldatei erfassen und so mit einer lebenslangen Stadionsperre belegen können. Er will dazu eine parlamentarische Initiative einreichen.

Seine Ratskollegen halten nicht viel von dieser Idee. FDP-Nationalrat Kurt Fluri aus Solothurn sagt: "Eine lebenslange Strafe ist in meinen Augen unverhältnismässig." Auch SP-Mann Cédric Wermuth kann sich mit der Idee nicht anfreunden: "Lebenslange Strafen im Fall von Vermummten im Stadion sind falsch, jeder Mensch sollte auch eine zweite Chance erhalten." Und CVP-Nationalrat Stefan Müller sagt: "Wir kennen bereits ein Vermummungsverbot, von daher wird dieser Vorstoss nicht viel bringen."

Die Aargauer Polizei hält auf Anfrage von Tele M1 fest: "Um die Idee umzusetzen, bräuchte es viel mehr Polizisten im Stadion."

Zuerst muss nun aber der Bundesrat zum Vorstoss Stellung nehmen. (fam)

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