Lenzburg

Aargauer Nahrungsmittel-Hersteller Hero steigert Reingewinn auf 62 Millionen Franken

Hero produziert Lebensmittel in der Fabrik in Lenzburg.

Hero produziert Lebensmittel in der Fabrik in Lenzburg.

Hero hat 2019 den Umsatz und den Reingewinn gesteigert. Als Lebensmittelunternehmen sieht sich Hero mit Sitz in Lenzburg gut positioniert, um die unsichere Situation rund um das Coronavirus gut zu überstehen.

Zum Wachstum trug vor allem die Kategorie «Gesunde Snacks» bei, die um rund 12 Prozent zulegte. Auch das Markengeschäft mit Baby- und Kleinkindernahrung wuchs um 4,7 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Hero sieht darin eine Bestätigung seiner Strategie, sich vermehrt auf die Kernkategorien zu konzentrieren. Seit 2016 habe sich der Anteil dieser Kategorien am Gesamtumsatz von 68 auf 79 Prozent erhöht.

Nach Regionen erwies sich besonders das US-Geschäft mit einem Plus von 7,8 Prozent als Zugpferd. Die bedeutendste Region der Gruppe, Europa, kehrte mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent immerhin wieder zu einem leichten Wachstum zurück. In den Schwellenländern ging es um 3,4 Prozent vorwärts.

Operativer Gewinn sinkt

Das operative Ergebnis ging um 8,8 Prozent auf 83,1 Millionen Franken zurück. Dieser Rückgang führt Hero vor allem auf Währungsumrechnungen, höhere Marketing-Investitionen und geringere sonstige betriebliche Erträge zurück.

Unter dem Strich blieb trotzdem mehr Geld in der Kasse: Denn dank einem höheren Finanzergebnis stieg der Reingewinn um 2,3 Prozent auf 62,0 Millionen Franken.

Gut positioniert für Covid-19-Situation

Für das laufende Jahr habe der Ausbruch von Covid-19 weltweit die Vorhersagen erschwert, liess sich Finanzchef Karsten Boyens im Communiqué zitieren. Der Nahrungsmittelsektor sei jedoch relativ gut positioniert, um die unsichere Zeit zu überstehen.

In der gegenwärtigen Situation habe Hero zudem eine besondere Verantwortung als Lebensmittelunternehmen. «Unsere oberste Priorität ist es heute, die Kontinuität unserer Aktivitäten zu gewährleisten, um die Marktnachfrage zu erfüllen», hält Hero-Chef Rob Versloot fest. Man habe alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern und Konsumenten zu gewährleisten. (sda/awp) 

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