Seengen

Die Corona-Disziplin hat deutlich nachgelassen: Badende übersteigen sogar Absperrbänder

Im Hallwilersee wird auch da gebadet, wo es verboten ist.

Im Hallwilersee wird auch da gebadet, wo es verboten ist.

Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene halten sich kaum noch an die Regeln, klagt die Kantonspolizei.

Eigentlich dürfte die Brestenberg-Badi nicht betreten werden. Die Anlage ist mit rot-weissen Bändern abgesperrt und Plakate erklären, weshalb das so ist. Aber das scheint viele einen Deut zu kümmern. An Auffahrt sünneleten und grillierten Dutzende auf der Wiese, wie «blick.ch» berichtete. Und gestern war gab es fast ebenso viele Verstösse gegen das «Betreten verboten». Ungeniert badeten und paddelten die Leute im Wasser vor der Wiese. Wie ein Augenschein der AZ ergab, wurden am See nicht nur in der Brestenberg-Badi die Verbote missachtet.

Auf konkrete Fragen nimmt die für die Corona-Kommunikation zuständige Kantonspolizei nur allgemein Stellung: «Tatsächlich suchten viele Personen an den schönen Tagen über Auffahrt einen erholsamen Platz im Freien, um die sommerlichen Temperaturen zu geniessen und die Freizeit zu verbringen», erklärt Roland Pfister von der Kantonspolizei. «Im öffentlichen Raum konnte festgestellt werden, dass die Disziplin und die Akzeptanz, die Covid-19-Verordnungen einzuhalten, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen spürbar nachgelassen haben.»

Auf die Situation rund um den Hallwilersee angesprochen, sagte Pfister, es seien an Auffahrt keine Hinweise auf Regelverstösse bei der Badi Brestenberg eingegangen. «Wir bekommen immer wieder Anrufe und beauftragen dann eine Kapo-/Repol-Patrouille mit der Kontrolltätigkeit», so Pfister. Dies sei an Auffahrt etwa in Boniswil geschehen.

Damit der Ansturm nicht noch grösser wird, haben die Aargauer Hall­wilersee-Gemeinden beschlossen, die Parkplätze bis auf weiteres weitgehend gesperrt zu lassen. (asu/uhg)

Meistgesehen

Artboard 1