Holderbank
Generationen sollen in Holderbank zusammenfinden

Fünf Frauen der Interessensgemeinschaft Kinder- und Familienfreundliches Holderbank (Kifa) engagieren sich für mehr Lebensqualität und Sicherheit in der Gemeinde.

Noëlle König
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Barbara Schärer mit ihrem Sohn, Monica Häuptli Gawron und Nicole Valenkamp (v. l.), Hausfrauen Mütter und Kifa-Mitglieder.

Barbara Schärer mit ihrem Sohn, Monica Häuptli Gawron und Nicole Valenkamp (v. l.), Hausfrauen Mütter und Kifa-Mitglieder.

Nicöle Küng

Die Gemeindeversammlung in Holderbank bewilligte am 30. November einen Kredit für einen neuen Spiel- und Begegnungsplatz in der Höhe von 47 000 Franken. Das Projekt wurde von der Interessengemeinschaft Kinder- und Familienfreundliches Holderbank (Kifa) ins Leben gerufen (az Aargauer Zeitung vom 30.11.).

Bevor die Planung weiter geführt werden kann, müssen die 30 Tage Referendumsfrist verstreichen. Die fünf Frauen der Kifa sind jedoch zuversichtlich, dass das Projekt umgesetzt werden kann. Laut Mitglied Barbara Schärer ist es den Bürgern von Holderbank ein Anliegen, dass Holderbank kinder- und familienfreundlicher wird.

Eine IG für mehr Lebensqualität

Barbara Schärer war die Initiantin der Interessengemeinschaft. Ihr Anliegen war es, die Lebensqualität in Holderbank zu verbessern. Erste Unterstützung für ihr Projekt fand sie bei der Spielgruppenleiterin in Holderbank.

Um abzuklären, ob ihr Anliegen auch die Bürger beschäftigte, startete sie 2009 eine Umfrage. «Aufgrund der positiven Rückmeldung habe ich die Kifa ins Leben gerufen», so Schärer. Heute hat die Kifa fünf Mitglieder. Alle sind Mütter, aber auch Angestellte oder Selbstständige. So ist Barbara Schärer nicht nur Mutter und Hausfrau, sondern arbeitet auch in einem Blumengeschäft und engagiert sich in der Kirchgemeinde. Dennoch findet sie Zeit, sich für das Gemeinwohl in Holderbank einzusetzen. Nicole Valenkamp, Monica Häuptli Gawron, Sandra Senn und Jasmin Del Fabro tun es ihr gleich. Fünf Frauen, die nicht nur hin schauen, sondern etwas verändern wollen.

Ein Platz für Jung und Alt

Der Spiel- und Begegnungsplatz ist nicht das erste Projekt der Interessengemeinschaft. Seit 2009 werden regelmässig Anlässe veranstaltet. Sei es ein Spiel- und Plauschnachmittag für Kinder, ein Grillplausch oder ein Adventsbasteln. Die Kifa will aber nicht nur etwas für Kinder machen, sondern für Jung und Alt. «Verschiedene Generationen sollen den Weg zueinanderfinden.», so Barbara Schärer. Und auch der geplante Spielplatz soll dazu beitragen.

Es soll ein Platz der Begegnung werden, wo auch mal die Kleinen etwas von den Grossen lernen und erfahren können.
Damit sich die Einwohner von Holderbank mit dem Platz identifizieren können, sollen alle in das Projekt einbezogen werden. So könnte in einer späteren Phase auf dem Grundstück auch ein kleiner Garten für den Biologieunterricht in der Schule angelegt werden.

Mehr Verkehrssicherheit im Dorf

Die Interessengemeinschaft Kifa setzt sich aber auch für mehr Verkehrssicherheit im Dorf ein. Zwischen Möriken-Wildegg und Schinznach-Bad gelegen, ist Holderbank ein Durchfahrtsort. Und dass es vom Dorfzentrum in Richtung Schinznach-Bad fast keine Fussgängerstreifen hat, sei für die Sicherheit der Schulkinder nicht förderlich.

Dass man auf dieser Strasse nicht Tempo 30 einführen kann, ist für die Mitglieder der Kifa klar. «Es sollte aber eine Sensibilisierung der Autofahrer stattfinden», so Monica Häuptli Gawron. Deshalb setzten sie sich für die Einführung von Leuchtwesten für die Kindergärtner ein, dass kaputte Leuchttafeln wieder funktionieren und Plakate auf die Situation aufmerksam machen. Die Mitglieder der Kifa meinen: «Es wurde schon viel erreicht, auch dank der Behörden, aber es gibt noch viele Projekte, die angegangen werden könnten.»