Seon
In Seon wird Tempo 30 nun für jedes Quartier einzeln geprüft

Nach dem klaren Nein der Referendumsabstimmung über eine flächendeckende Tempo-30-Zone wird die Einführung von Tempo 30 quartierweise geprüft. Der Gemeinderat will dieses Projekt zügig vorantreiben.

Pascal Meier
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Tempo 30 (Symbolbild)

Tempo 30 (Symbolbild)

Keystone

Ein entsprechender Antrag für die quartierweise Einführung von Tempo 30 war an der Gemeindeversammlung im November 2011 überwiesen worden, die gleichzeitig den Kredit für flächendeckend Tempo 30 abgelehnt hatte. Nachdem die Stimmbürger nun am Wochenende dieses Nein an der Urne bestätigt haben, muss der Gemeinderat entsprechend des Antrags handeln.

Für breit abgestütztes Konzept

Der zuständige Gemeinderat Erich Lüdi will in der Sache zügig vorwärts machen. «Wir möchten bereits an der Sommer- oder Wintergmeind die nächsten Schritte einleiten können», sagt Lüdi. «Das neue Konzept muss jedoch breit abgestützt sein.» Erich Lüdi könnte sich deshalb vorstellen, zusätzlich zur Verkehrskommission eine erweiterte Verkehrskommission einzusetzen und dieser den Auftrag zu geben, neue Vorschläge für Tempo-30-Zonen auszuarbeiten.

Eine solche erweiterte Verkehrskommission hatte bereits das Konzept für die flächendeckende Einführung von Tempo 30 erarbeitet, das von den Stimmbürgern bachab geschickt wurde - und zwar bei 58 Prozent Nein-Stimmen in einer Deutlichkeit, die Erich Lüdi überrascht hat: «Ich habe mit einem knappen Resultat gerechnet», sagt Lüdi. Denn eine flächendeckende Einführung von Tempo 30 wäre besser und günstiger gewesen als jedes Quartier einzeln zu prüfen. «Wir werden die Situation jetzt aber neu beurteilen.»