Rupperswil
Tempo 30 bleibt ein heisses Eisen

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Die FDP ist dagegen, der Gemeinderat dafür: Tempo 30 in grossen Teilen Rupperswils.

Die FDP ist dagegen, der Gemeinderat dafür: Tempo 30 in grossen Teilen Rupperswils.

Walter Schwager

Die Tempo-30-Vorlage an der Sommergmeind in Rupperswil vom kommenden Freitag wird es nicht einfach haben. Jedenfalls hat die FDP nach engagierter Diskussion die Nein-Parole herausgegeben. Das ist weiter nicht überraschend: Die Rupperswiler taten sich schon mehrfach schwer mit Tempo 30. An der letzten Wintergemeindeversammlung ist ein Antrag zur Prüfung von flächendeckend Tempo 30 überwiesen worden.

Für deren Umsetzung auf den Gemeindestrassen rechnet der Gemeinderat mit rund 183'500 Franken. Bei grösseren, wichtigen Strassen muss eine seitliche Einengung mit einer sogenannten Stele und Signalisierung den Beginn der Tempo-30-Zone anzeigen. Bei kleineren Strassen genüge eine einfache Signaltafel, schreibt der Gemeinderat in der Einladung. In den Gesamtkosten sind 42'500 Franken enthalten für präventive bauliche Massnahmen. Entlang der Schweizistrasse im Bereich des Kindergartens und der Einmündung des Wiesenwegs soll eine seitliche Ein-engung die Sicherheit der Kinder erhöhen. Auf der Hunzenschwilerstrasse müsse mit einer Schwelle, einem sogenannten Fahrbahnversatz, die Geschwindigkeit gedrosselt werden, um das bestehende Unfallrisiko zusätzlich zu reduzieren.

Für den Gemeinderat ist klar: Die Einführung von Tempo 30 würde die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer massiv erhöhen. So würde der Anhalteweg bei 30 km/h von 41 auf 21 Meter fast um die Hälfte reduziert, schreibt er in den Unterlagen. Damit reduziere sich auch die Wahrscheinlichkeit, getötet zu werden, von rund 70 auf zirka 10 Prozent. Der Gemeinderat empfiehlt deshalb, den Kreditantrag anzunehmen. Ausgenommen vom Tempo-30-Regime wären die Strassen im Gewerbe- und Industriegebiet östlich des Schachenwegs, am Wiesenweg und im Hard.

Die Gmeind befindet zudem über den Kreditantrag über 1,192 Mio. Franken für die Sanierung der stark beschädigten Dorfbachüberdeckung Steingasse und die Rechnung 2018. Diese schloss statt mit einem Verlust von 809'000 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 242'200 Franken ab (AZ vom 28. 3.). (uhg/sga)