Lobbyliste
Nur einer der Neuen hat die Lobbyisten schon beisammen

An Anfragen mangelt es nicht. Doch von den fünf neuen Aargauer Nationalräten wissen vier noch nicht, wem sie exklusiv Zutritt ins Berner Machtzentrum gewähren. Cédric Wermuth hat seine zwei Personen bereits ausgewählt.

Christian Bütikofer
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Emanuel Freudiger

Jeder National- oder Ständerat kann zwei Personen auf seine «Gästeliste» nehmen. Damit erhalten diese Aussenstehenden exklusiven Zugang zur Wandelhalle und dem Machtzirkel in Bern. Darum wird diese Liste auch «Lobbyliste» genannt, denn sie eignet sich bestens für Interessensvertreter jeder Farbe.

Von den fünf neuen Aargauer Nationalräten hat erst Cédric Wermuth (SP) seine zwei Plätze schon vergeben: Ivica Petrusic (Grossrat, SP) kommt als Vertreter des Dachverbands für offene Jugendarbeit Schweiz (DOJ) zum Zug. Die zweite Person ist Emine Sariaslan, Präsidentin des Forums für Integration von Migranten (FIMM). Wermuth sagte, er habe zwar diverse Anfragen gehabt, sich aber für Personen entschieden, die sonst eher nicht zum Zuge kämen.

Ingenieure und Architekten können hoffen

Noch nicht entschieden hat Bernhard Guhl (BDP). Er hat zwar schon eine Anfrage erhalten, es sei allerdings noch offen, ob er jene Person berücksichtige. Auf jeden Fall machten sich «viele Freunde und Kollgen einen Spass daraus», sich bei ihm für die Plätze zu bewerben, meinte Guhl schmunzelnd.

Hansjörg Knecht (SVP) legte sich auch noch nicht fest. Eine Anfrage habe er zwar schon erhalten, jene Person sei allerdings «kein Thema».

Beat Flach (GLP) wird voraussichtlich jemanden vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA) berücksichtigen, wo er auch arbeitet. Festgelegt hat sich Flach allerdings noch nicht, obwohl er schon einige Anfragen erhalten hatte.

Auch Yvonne Feri (SP) hat sich noch nicht entschieden. Sie will zuerst abwarten, in welcher Kommission sie mitarbeite und dann entscheiden. Denn es mache eher Sinn, die zwei Personen nach der Kommissionsarbeit auszuwählen, findet Feri.