Das 1973 bezogene Strassenverkehrsamt in Schafisheim steht vor einer Gesamtsanierung. Der Grosse Rat hat diesem Vorhaben der Regierung für Kosten von 22,6 Millionen Franken einhellig zugestimmt. Zuvor hatte Kommissionspräsidentin Brunette Lüscher in der Debatte darauf hingewiesen, dass ein in der Kommission auch angesprochener Abbruch und Neubau laut Architektenangaben auf mindestens 30 Millionen Franken gekommen wäre. Die Qualität der Grundstruktur des Strassenverkehrsamtes sei gut und mache rund 50 Prozent des Objektwertes aus, so Lüscher weiter.

Äusserlich seien an den Brüstungselementen keine Schäden festzustellen, doch erfülle die Konstruktion bei Fassade und Fenstern bei weitem nicht mehr den heutigen wärmetechnischen Anforderungen, argumentierte die Regierung. Auch genüge das Gebäude den Anforderungen an die Erdbebensicherheit nicht mehr.

Jetzt wird die Aussenhülle komplett ersetzt, so dass es den Minergie-Standard für Neubauten erfüllt. Mit den energetischen Massnahmen können rund 50 Prozent des aktuellen Heizwärmebedarfs gespart werden (27 000 Liter Öl pro Jahr). Und mit dem Einbau einer Holzschnitzel-Heizung wird der CO2-Ausstoss um ca. 75 Prozent gesenkt.

In der Debatte signalisierten die Parteien Unterstützung. Die SP lobte die Vorlage als «vorbildlich», Unterstützung gab es auch von der SVP. Ja sagten CVP-BDP, FDP, Grüne, EVP. Den Sanierungsbedarf anerkannte auch die GLP klar. Doch beschwerte sich Christine Haller namens der Fraktion, wichtige Informationen hätten gefehlt. So eine Vorlage müsse ihres Erachtens nicht nur der «thematisch richtigen» sondern noch «einer weiteren geeigneten Kommission» vorgelegt werden, kritisierte Haller. Der Rat nahm dies zur Kenntnis und folgte einhellig dem Antrag von Landstatthalter Urs Hofmann für die Gesamtsanierung. (mku)