Klingnau

FC Klingnau versucht den Klassenerhalt zu sichern – Captain Maloki geht voran

Brahim Maloki (l.) will sich mit den Klingnauern schnellstmöglich aus der ungemütlichen Tabellenlage befreien.

Brahim Maloki (l.) will sich mit den Klingnauern schnellstmöglich aus der ungemütlichen Tabellenlage befreien.

In der bevorstehenden Rückrunde soll der Verbleib in der 2. Liga inter gesichert werden. Trotz der schwierigen Ausgangslage für den FC Klingnau will Captain Brahim Maloki mit gutem Beispiel vorangehen.

Im vergangenen Juni hat der FC Klingnau gewissermassen Zurzibieter Sportgeschichte geschrieben. Er hat es als erste Mannschaft aus dem Bezirk in eine überregionale Fussballliga geschafft. Die an sich schöne Geschichte könnte aber schon bald wieder zu Ende sein. Und zwar ohne, dass allzu viele Seiten mit Anekdoten aus der Zeit in der 2.Liga inter beschrieben worden wären. Der FC Klingnau liegt nämlich auf einem Abstiegsplatz.

Vor rund zwei Wochen kam aus Aarau die Meldung, dass sich der FC Eagles Aarau aus dem Spielbetrieb zurückziehen muss. Einer von drei Absteigern steht daher schon fest. Auch für den FC Klingnau hat dies Folgen: Denn all jenen Teams, die gegen die Eagles gewonnen haben, werden drei Punkte abgezogen. Klingnau selbst hat im Herbst verloren und hat darum immer noch gleich viele Punkte auf dem Konto. Neu hat aber Einsiedeln drei weniger und Klingnau schiebt sich deshalb auf den zwölften Rang, dem ersten unter dem Strich. Einen Punkt Rückstand haben sie auf den nächsten, den rettenden elften Rang. Dort steht derzeit Olten. Die Situation verbessert sich minim, bleibt aber ungemütlich.

Während des Trainingslagers in der Nähe von Madrid, das am 2. März zu Ende ging, holte sich die Mannschaft den letzten Schliff für die Rückrunde. Der neue Trainer Domagoj Karadza verfolgt einen offensiven Spielansatz. Das dürfte auch gut sein, denn der ehemals offensiv überragende FC Klingnau schoss in den 13 Spielen der Hinrunde nur gerade 15 Tore. Nicht zuletzt deshalb hat der neue Mann an der Seitenlinie auch gleich mehrere neue Spieler nach Klingnau mitgebracht. Viele von ihnen haben in der Vorrunde unter Karadza in Neuenhof gespielt.

Die Integration dieser Spieler läuft noch, doch es hilft natürlich, dass sie «gute Fussballer» sind, wie es Captain Brahim Maloki ausdrückt. Er sagt auch: «Offensiv sind wir sicher stärker geworden. Alle haben Konkurrenz bekommen. Jeder muss noch mehr Gas geben im Training, damit er sich für die Spiele aufdrängen kann.» Trainer Karadza gestalte kurzweilige Trainingseinheiten und sei sehr engagiert. Das gefällt Maloki wie auch Präsident Roger Meier. «Ich habe bei den Testspielen festgestellt, dass alle Spieler gewillt aufgetreten sind und sich für einen Stammplatz aufdrängen wollen», sagt Meier. Das breitere Kader bedeutet, dass möglicherweise nicht immer alle Spieler im Aufgebot stehen werden. Sie werden dann in der 2. Mannschaft (4. Liga) aushelfen.

Der FC Klingnau will sich trotz der schwierigen Ausgangslage nicht verstecken, auch mal das Spieldiktat an sich reissen, verrät Maloki. Am besten schon diesen Samstag beim Gastspiel in Freienbach. Dort startet er in die Rückrunde. An den derzeit auf dem sechsten Rang liegenden FC Freienbach haben die Aargauer keine guten Erinnerungen. Im ersten Saisonspiel unterlagen sie zu Hause mit 0:2.

In der Vorrunde zu oft die Nerven verloren

Brahim Maloki will als Captain «alle mitnehmen», das mache ihn auch aus. Er will auch selbstredend dafür sorgen, dass in der Rückrunde wieder positiver über das Team berichtet werden kann. Das liege drin, glaubt er, denn er ist sich sicher: «Dort, wo wir jetzt stehen, da gehören wir nicht hin.» Der Ligaerhalt geniesst zwar oberste Priorität, aber eigentlich ist es nicht der Anspruch des Aufsteigers nur am Abgrund mitzumischen.

Aber genau das tut er, eigentlich seit er in die 2. Liga inter aufgestiegen ist. Das hat viel damit zu tun, dass die Klingnauer oft den Kopf verloren haben, wenn sie sich einen Rückstand eingehandelt hatten. «Wir können diese Spiele drehen», sagt Maloki selbstbewusst. Daran muss die Mannschaft nun glauben, nicht nur der Leitwolf selbst. Aber noch viel wichtiger: Er und die Mannschaft müssen schnellstmöglich punkten.

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