Die Geschichte der Domspatzen reicht weit zurück: 975 wurde die Domschule der Hohen Domkirche St. Peter zu Regensburg gegründet, in der die Domspatzen heute von der Grundschule an musikalisch ausgebildet werden. Damals wurde den Schülern vor allem der liturgische Gesang in der Bischofskirche übertragen, heute arbeiten die Jungen mit hochkarätigen Ensembles wie dem Concerto Köln und der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen.

Konzertreisen führen die Domspatzen regelmässig um den Globus. 2002 wurde ihnen von der Europäischen Föderation der Chöre der Titel Kulturelle Botschafter von Europa verliehen. Die Regensburger Domspatzen wurden durch die Teilnahme am Unicef-Wettbewerb «JuniorBotschafter» als «Juniorbotschafter für Kinderrechte» gewürdigt. Auf ihrer diesjährigen Tournee machen die Sänger am Samstag (19 Uhr) in Leuggern Halt.

Die Schule geriet zuletzt in negativen Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass im Chor und in den zu ihm gehörenden Erziehungseinrichtungen seit 1945 systematisch psychische und physische Gewalt gegen die Jugendlichen ausgeübt wurde. Ein 2017 erschienener Untersuchungsbericht geht von 500 Opfern körperlicher und 67 Opfern sexueller Gewalt aus.

Eine Million gesammelt

Die 2003 gegründete die gemeinnützige Stiftung Kirche St. Peter und Paul Leuggern unterstützt gleich einer Gönnervereinigung in Kultur oder Sport die Kirchgemeinde Leuggern-Kleindöttingen beim Unterhalt der Kirche St. Peter und Paul. Zudem fördert sie die religiöse und kulturelle Benützung des sakralen Raumes. Dank breitem Support und erfolgreicher Veranstaltungen leistete die Stiftung innert 15 Jahren rund eine Million Franken zugunsten der Kirchgemeinde, so an die 2005 durchgeführte Innenrenovation (namentlich an die künstlerische Gestaltung), an die Erstellung der Krippe und die Restauration des Hochaltars (2009), für den Kunstführer (2012) und an die Infrastruktur für Veranstaltungen, beispielsweise mit der mobilen Bühne.