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Verletzte Spieler, schwache Defensive: Handball Endingen will gegen TSV Fortitudo Gossau die Kehrtwende schaffen

Vier Spiele, kein Sieg: Handball Endingen liegt zurzeit mit sechs Punkten auf dem elften Tabellenrang der Nationalliga B. Nun braucht es eine Kehrtwende – aber dafür sind verschiedene Faktoren nötig.

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Eine Szene, welche die Endinger Fans gerne öfters sehen wollen: Marco Giovanelli setzt sich gegen zwei Stäfa-Verteidiger durch.

Eine Szene, welche die Endinger Fans gerne öfters sehen wollen: Marco Giovanelli setzt sich gegen zwei Stäfa-Verteidiger durch.

Bild: zvg/Pedro Gisin

Trotz starker erster Halbzeit verlor Handball Endingen am vergangenen Samstag zu Hause gegen Stäfa mit 30:38. Eine Woche zuvor hatten die Surbtaler nach einem torreichen Spiel auswärts gegen Emmen äusserst knapp verloren. Die Folge: Das Team liegt nach fünf Spielen mit lediglich sechs Punkten auf dem elften Tabellenplatz, fünf Punkte hinter Leader SG Wädenswil/Horgen. Gegen TSV Fortitudo Gossau ist nun am kommenden Samstag ein Sieg fällig. Doch dafür müssen einige Faktoren stimmen.

Die Schwachstelle der Surbtaler ist in dieser Saison die Defensive, die zu viele einfache und schnelle Gegentreffer einstecken muss. Auch wenn sich die Spieler bemühen, reicht es noch nicht: Zu brav und ruhig treten sie als Kollektiv auf. Immer wieder gerät die Verteidigung in dieselben Problemsituationen. Nun braucht es ein Kollektiv auf dem Platz, das mit viel Kommunikation und Biss dem Gegner zu spüren gibt, dass Handball Endingen gewillt ist, das Spiel in der Verteidigung zu gewinnen.

Endinger beklagen zahlreiche verletzte Spieler

Hinzu kommt, dass auch in dieser Saison die Verletzungshexe bei Handball Endingen zuschlägt. Dass der aktuelle Tabellenplatz nicht den Möglichkeiten dieses Kaders entspricht, ist unbestritten. Mit den Verletzten Huta, Grzentic, Grau, Mühlebach, Gross und dem angeschlagenen Koncul fehlt nominell eine ganze Linie, die auf dem Spielfeld schmerzlich vermisst wird.

Diese Absenzen machen sich nicht nur bei den Resultaten, sondern auch im Training negativ bemerkbar: Trainer Sarac fehlt die Basis an Spielern, um das Team taktisch gut auf den nächsten Gegner einzustellen.

Junge Spieler müssen noch Erfahrung sammeln

Ausserdem hat Handball Endingen eine ganze Reihe junger Spieler im Kader, die daran arbeiten, den Anschluss in der Nationalliga B zu erreichen. Der Schritt von den U19-Elite-Junioren, wo Schneider, Indermühle und Galovic mit einer Doppellizenz eingesetzt werden, in die zweithöchste nationale Liga ist gross und braucht Zeit.

Die anderen Jungspunde wie Naprstek, Lüthi, Grau und Gross spielen zwar nicht mehr bei den Junioren, müssen aber ebenfalls noch viel Erfahrung sammeln, um später als Leistungsträger in der Nationalliga B auflaufen zu können.

Dass grosses Potenzial da ist, hat man in den letzten zehn Minuten gegen Stäfa gesehen, wo die junge Verteidigung sehr engagiert zu Werke ging und, wenn auch gegen die zweite Zürcher Garde, einen guten, kämpferischen Eindruck hinterliess.

Am Samstag trifft Handball Endingen nun auswärts auf den TSV Fortitudo Gossau. Die Ostschweizer stehen auf dem sechsten Tabellenrang und versuchen, den Abstand zur Spitze möglichst klein zu halten. Und: Mit Gabor Busa treffen die Aargauer, wie gegen Stäfa, erneut auf einen ehemaligen Endinger Torhüter.