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15 Friedensnobelpreisträger fordern Eintreten der G20 für Liu

15 Friedensnobelpreisträger fordern die Freilassung von Liu Xiaobo (Archiv)

15 Friedensnobelpreisträger fordern die Freilassung von Liu Xiaobo (Archiv)

Der Dalai Lama und 14 weitere Friedensnobelpreisträger haben die G20-Staaten aufgefordert, sich für die Freilassung des chinesischen Bürgerrechtlers Liu Xiaobo einzusetzen. Die US-Menschenrechtsgruppe Freedom Now veröffentlichte den Brief.

Die Haftentlassung des frisch gekürten Friedensnobelpreisträgers würde den enormen Wandel unterstreichen, den China in den vergangen Jahrzehnten durchlaufen habe, heisst es in einem am Montag veröffentlichten Brief.

Die Unterzeichner des Schreibens, zu denen auch der frühere US-Präsident Jimmy Carter und der frühere tschechische Präsident Vaclav Havel gehören, verlangten auch ein Ende des gegen Lius Frau verhängten Hausarrests.

Beim Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 10. und 11. November sollten die Partner Chinas Präsidenten Hu Jintao deutlich machen, dass die Freilassung Lius nicht nur wünschenswert, sondern notwendig sei, heisst es im Brief an die Staats- und Regierungschefs der G20.

Liu wurde 2009 inhaftiert und zu elf Jahren Haft verurteilt. Ihm wird zur Last gelegt, Hauptverfasser der Charta 08 zu sein - ein Manifest chinesischer Intellektueller und Bürgerrechtler, in dem Redefreiheit und freie Wahlen gefordert werden.

Der frühere Literaturprofessor wurde bekannt als einer der Anführer des Hungerstreiks während der Studentenproteste auf dem Platz des himmlischen Friedens 1989 in Peking.

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