Dies teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntag unter Berufung auf Informationen von Ethiopian Airlines mit. Die Schweizer Vertretung in Addis Abedba stehe in Kontakt mit den äthiopischen Behörden und klärte das Ausmass des tragischen Unglücks ab.

Die Flugzeuginsassen haben 33 verschiedene Nationalitäten gehabt. Unter den Toten seien 32 Kenianer und 17 Äthiopier, sagte ein Airline-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Laut Behördenangaben verloren ausserdem 18 Kanadier, jeweils acht Italiener, Amerikaner und Chinesen, je sieben Franzosen und Briten, sechs Ägypter, fünf Niederländer und vier Slowaken und Inder bei dem Absturz ihr Leben.

Die Absturzursache war zunächst unklar. Die Absturzstelle liegt 62 Kilometer südöstlich der äthiopischen Hauptstadt. Der Start vom Flughafen Addis Abeba erfolgte bei gutem Wetter. Die Maschine befand sich auf einem Linienflug zwischen Addis Abeba und Kenias Hauptstadt Nairobi.

Probleme kurz nach dem Start

Der Airline zufolge brach der Kontakt mit der Maschine sechs Minuten nach dem Abheben gegen halb neun am Sonntagmorgen ab. Zu diesem Zeitpunkt habe sich die Maschine nahe der Stadt Bishoftu befunden. Der Pilot habe "Probleme" gemeldet und um Erlaubnis zur Rückkehr nach Addis Abeba gebeten. Dafür habe er grünes Licht bekommen.

Nach dem Unglück vor Ort waren Polizisten, Soldaten und ein Ermittlungsteam der Behörde für zivile Luftfahrt. Die Airline kündigte an, Mitarbeiter zum Unglücksort zu entsenden. Auch ein Informationszentrum und eine Hotline für Angehörige wurden eingerichtet.

Via Twitter sprach das Büro des äthiopischen Regierungschefs Abiy Ahmed den Angehörigen sein Beileid aus. Der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, zeigte sich "vollkommen schockiert und ungemein traurig".

Neues Flugzeug

Das Flugzeug selbst war neu - Medienberichten zufolge hatte Boeing die Maschine erst im November an Ethiopian Airlines ausgeliefert. Die Boeing 737-800MAX ist der gleiche Flugzeugtyp wie der von der indonesischen Gesellschaft Lion Air, der im Oktober 13 Minuten nach dem Start in Jakarta abgestürzt war. Alle 189 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Ethiopian Airlines gehört zu hundert Prozent dem äthiopischen Staat. Die Fluggesellschaft hat eine Flotte von 108 Flugzeugen. Zuletzt war ein Passagierflugzeug der Ethiopian Airlines im Jahr 2010 in einen schweren Unfall verwickelt. Damals explodierte eine Boeing 737-800 Nach dem Start im Libanon - 83 Passagiere und sieben Crewmitglieder kamen ums Leben.