Syrien

Aktivisten berichten von heftigen Kämpfen nahe Damaskus

Fernsehbilder zeigen schwarze Rauchwolken im Stadtzentrum von Damaskus

Fernsehbilder zeigen schwarze Rauchwolken im Stadtzentrum von Damaskus

In der Umgebung der syrischen Hauptstadt Damaskus hat es am Mittwoch laut Aktivisten die heftigsten Kämpfe und Bombardements seit langem gegeben. Sicherheitskreise bestätigten eine «Totaloffensive» in der Gegend.

Die Gefechte in der Gegend um Damaskus seien "seit Monaten ohne Beispiel", teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London der Nachrichtenagentur AFP mit. Aus Kreisen der Sicherheitskräfte in Damaskus hiess es, die syrische Armee habe "eine koordinierte Totaloffensive auf die gesamte Umgebung von Damaskus gestartet".

Zudem wurden laut der Beobachtungsstelle bei zwei Selbstmordanschlägen auf Gebäude des Militärgeheimdienstes und des Inlandsgeheimdienstes in der Stadt Palmyra mindestens zwölf Menschen getötet und mindestens 20 weitere verletzt.

Die Beobachtungsstelle gilt dank eines dichten Netzwerks von Mitarbeitern, Ärzten und Anwälten als gut informiert, ihre Angaben lassen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen, weil das Regime in Damaskus die Medienarbeit einschränkt.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von "Toten und Verletzten", nachdem sich zwei Männer in sprengstoffbeladenen Fahrzeugen in die Luft gesprengt hätten, nannte aber keine Details.

Freilassung von Gefangenen gefordert

Der syrische Oppositionschef Ahmed Moas al-Chatib verlangte unterdessen die Freilassung aller weiblichen Häftlinge innert Tagen als Voraussetzung für Gespräche mit der Staatsführung.

Wenn es am Sonntag glaubhafte Hinweise darauf gebe, "dass auch nur eine einzige Frau noch in Syrien im Gefängnis sitzt", nehme er an, dass die Regierung sein Gesprächsangebot ablehne, sagte der Chef des Oppositionsblocks Syrische Nationale Koalition der arabischsprachigen BBC.

Er hatte vergangene Woche angeboten, sich mit Regierungsvertretern zu treffen, und die Freilassung aller festgenommen Aufständischen zur Voraussetzung erklärt.

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