An Ausreise gehindert

Behörden lassen freigesprochenen Baselbieter Türken nicht zurück in die Schweiz reisen

Drei Basler wurden in der Türkei verhaftet, die Gründe dafür wenig nachvollziehbar.

Drei Basler wurden in der Türkei verhaftet, die Gründe dafür wenig nachvollziehbar.

Die Erleichterung über das Gerichtsurteil währte kurz. Die türkischen Behörden hindern einen Baselbieter Türken trotz Freispruch an der Ausreise in die Schweiz. Nun droht ihm der Verlust seiner Niederlassungsbewilligung.

Der seit 40 Jahren im Baselbiet lebende Türke Celik (Name geändert) war im April für die Beerdigung seines Vaters in sein Heimatland gereist. Dort wurde er festgenommen. Der Vorwurf: Propaganda für eine Terrororganisation.

49 Tage lang sass er in Untersuchungshaft, bis ihn Richter vor knapp zwei Wochen freigesprochen hatten. Sofort buchte er ein Ticket, um in die Schweiz zurückzukehren. Seine Reise endete jedoch früh.

An der Passkontrolle beschlagnahmte die türkische Flughafenpolizei seinen Pass und verhinderte dadurch die Reise. Weshalb sei unklar, sagt ein Angehöriger: «Das Gericht hat keine Ausreisesperre verhängt. Wir wissen nicht, weshalb er das Land nun nicht verlassen darf.»

Die Zeit eilt. Mit einer C-Niederlassungsbewilligung darf sich Celik nicht länger als sechs Monate ausserhalb der Schweiz aufhalten, sonst läuft diese ab.

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