Russland - China

China und Russland vereinbaren Milliardengeschäfte

Halb vier zeigt Wladimir Putins Uhr als er Wen Jiabaos Hand drückt

Halb vier zeigt Wladimir Putins Uhr als er Wen Jiabaos Hand drückt

China und Russland haben anlässlich des Peking-Besuchs vom russischen Präsidenten Putin Wirtschaftsprojekte für rund sieben Milliarden Dollar vereinbart. Beide Länder wollen die wirtschaftliche und strategische Partnerschaft ausbauen.

Nach einem Treffen am Dienstag in Peking demonstrierten Chinas Regierungschef Wen Jiabao und Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin Einigkeit. Putin räumte aber auch Probleme in der Wirtschaftskooperation ein.

So gab es in dem seit fünf Jahren andauernden Verhandlungen über russische Gaslieferungen weiter keinen Durchbruch. Allerdings sieht Putin die Verhandlungen in der Endphase. Das selbst gesteckte Ziel, 2016 mit Lieferungen zu beginnen, dürfte aber nach russischen Angaben nicht mehr erreicht werden.

In den Beziehungen zu China stellte Putin auf politischer Ebene "überhaupt keine Probleme" fest. Nur in Wirtschaftsfragen gebe es unterschiedliche Auffassungen.

Zu den geschlossenen Abkommen gehört die Gründung eines gemeinsamen Fonds für Investitionen vor allem in Russland. Beide Länder stecken jeweils eine Milliarde Dollar in das Projekt.

16 Abkommen unterzeichnet

Weitere Investoren werden vor allem in China gesucht, so dass der Fonds auf drei bis vier Milliarden anwachsen soll, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete. Konkrete Projekte seien bereits in den Feldern Logistik, Transport, Landwirtschaft und Pharmazie identifiziert.

Die unterzeichneten Vereinbarungen wurden nicht einzeln aufgelistet. Doch sprachen chinesische Staatsmedien von 16 Handels- und Investmentabkommen und bezifferten das Volumen wie zuvor russische Regierungsquellen auf sieben Milliarden Dollar. Es geht auch um Kooperationen in der Petrochemie und der Stromversorgung.

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