Iran-Konflikt

«Der Iran könnte ein grossartiges Land sein»: Donald Trump schlägt versöhnliche Töne an

US-Präsident Donald Trump.

US-Präsident Donald Trump.

Der US-Präsident hat bei seinem Auftritt am Mittwochabend klar gemacht, dass er keinen Krieg will. Und er hat den Fokus auf den gemeinsamen Feind der USA und des Irans gerichtet.

Die Raketenangriffe, mit denen das iranische Regime in der Nacht auf Mittwoch zwei US-Militärstützpunkte im Irak angegriffen hat, scheinen keine Gewalteskalation im Nahen Osten auszulösen. Das zumindest liess US-Präsident Donald Trump bei einer Ansprache am Mittwochabend durchsickern. «Der Iran scheint sich zurückzuhalten: Das ist ein gutes Zeichen für Amerika und die Welt», sagte Donald Trump in Washington.

Trump präsentierte in seiner Ansprache zwei mögliche Lösungsansätze für die Krise im Nahen Osten: Einerseits kündigte er mehr Sanktionen gegen das iranische Regime an, mit denen er sicherstellen will, dass der Iran keine Atomwaffen bauen wird. Andererseits streckte er die Hand Richtung Teheran aus, um der Regierung der Islamischen Republik zu signalisieren, dass Amerika an einem friedlichen Weg zur Beilegung des Konflikts interessiert ist.

Sanktionen: Trump kündigte neue wirtschaftliche Sanktionen gegen das bereits schwer gebeutelte Regime in Teheran an. Er forderte zudem die Europäischen Staaten sowie China und Russland dazu auf, den 2015 von seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelten Atom-Deal mit Iran ein für allemal aufzukündigen. «Wir müssen einen neuen Deal mit Iran aushandeln, der für uns passt und dem Iran erlaubt, sein immenses Potential zu entfalten», sagte Trump. «Der Iran kann ein grossartiges Land sein.»

Friedensangebot: Trump machte klar, dass das US-Militär bestens gerüstet ist, um dem Iran verheerenden Schaden beizufügen. «Nur, weil wir die besten Waffen der Welt haben, heisst das aber nicht, dass wir sie auch anwenden wollen», sagte der US-Präsident. Statt auf gegenseitige Provokation sollten die USA und der Iran den gemeinsamen Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat wieder aufnehmen. «Der IS ist der natürliche Feind des Iran. Wir sollten gemeinsam auf die Zerstörung des IS hinarbeiten.»

Das Schlusswort richtete Trump direkt an die Führer des iranischen Regimes: «Wir wollen, dass ihr eine grossartige Zukunft habt. Wir sind bereit, Frieden zu schliessen.»

Versöhnliche Töne also aus Washington. Wie die Antwort aus Teheran ausfallen wird, bleibt abzuwarten.

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