Das sagte sie der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. Der Verband der deutschen Musikindustrie hatte am Mittwoch angekündigt, die Auszeichnung in ihrer derzeitigen Form nicht mehr zu vergeben und einen Nachfolgepreis zu entwickeln.

Hintergrund ist die Kontroverse um die Auszeichnung der Musiker Kollegah und Farid Bang, denen gewaltverherrlichende, frauenfeindliche und antisemitische Texte vorgeworfen werden. Dies führte zu scharfen Protesten, etliche Künstler gaben ihre eigenen Echos zurück. Auch die Politik übte scharfe Kritik.

Die Musikindustrie müsse sich "zukünftig viel stärker ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung stellen und klar Position gegen Antisemitismus und Menschenverachtung beziehen", sagte Grütters. Der Echo wurde seit 1992 von der Branche vergeben, massgeblich für die Vergabe waren Chart- und Verkaufserfolge.