Kommentar

Die US-Demokraten sind angezählt

Joe Biden ist der wiederauferstandene Kandidat der Demokraten. Er wirkt bei seinen Auftritten wenig überzeugend. (Bild: Keystone)

Joe Biden ist der wiederauferstandene Kandidat der Demokraten. Er wirkt bei seinen Auftritten wenig überzeugend. (Bild: Keystone)

Am heutigen «Super Tuesday» halten 14 US-Bundesstaaten ihre Vorwahlen ab. Grund zur Freude gibt es wenig.

Der 78-jährige Bernie Sanders verspricht seinen Anhängern eine politische Revolution in den USA. Und seit diesem Wochenende ist klar: Demokratische Wähler, die Amerika mit sanften Massnahmen sanieren wollen, statt das riesige Land kurzerhand auf den Kopf zu stellen, haben nur noch eine valable Alternative zu Sanders: Barack Obamas Vizepräsident Joe Biden, 77. Der 38-jährige Pete Buttigieg, der einzige moderate Kandidat nebst Biden mit zeitweise reellen Gewinnaussichten, hat seine Kandidatur am Sonntag beendet. Alle anderen Kandidaten, die noch im Rennen sind, haben statistisch kaum noch eine Chance, zum demokratischen Vertreter gekürt zu werden – nicht einmal New Yorks Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg, der bislang rund 700 Millionen Dollar in den Wahlkampf investiert hat.

Bernie gegen Biden: Etwas anderes wird den Demokraten nach den heutigen Vorwahlen nicht übrig bleiben. Ein 78-jähriger sozialistischer Herzpatient gegen einen 77-jährigen Politveteran mit wenig neuen Ideen: Die Demokraten sind acht Monate vor dem Wahltag bereits angezählt.

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