USA

Diese Daten und Fakten zum US-Wahljahr 2020 müssen Sie kennen

Der Präsidentschafts-Wahlkampf in den USA ist mit den Vorwahlen lanciert:  Kandidat Pete Buttigieg spricht zu seinen Unterstützern bei einer nächtlichen Wahlkundgebung.

Der Präsidentschafts-Wahlkampf in den USA ist mit den Vorwahlen lanciert: Kandidat Pete Buttigieg spricht zu seinen Unterstützern bei einer nächtlichen Wahlkundgebung.

2020 steht in Amerika die Präsidenten-Wahl an. Der Wahlkampf dazu ist bereits gestartet. In der Übersicht finden Sie die wichtigsten Daten und Angaben zum Wahljahr und dem Wahlsystem.

Alle vier Jahre wählen in den United States of America (USA) die Stimmberechtigten einen Präsidenten, in Form einer indirekten Wahl.

Wahlsystem

Vorwahlen: Bürger wählen Delegierte

Die Vorwahlen sind dazu da, dass die beiden dominierenden Parteien, Demokraten und Republikaner, sich innerhalb ihrer Partei auf je einen Kandidaten oder eine Kandidatin einigen. Zunächst finden Vorwahlen in jedem einzelnen Bundesstaat statt. Wie die Vorwahlen genau ablaufen ist unterschiedlich, denn das Wahlrecht unterscheidet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Deswegen ist es auch je nach Bundesstaat verschieden, wer überhaupt wählen darf. In einigen Bundesstaaten müssen sich Wähler erst für die Wahl registrieren, andernorts ist dies nicht notwendig. Die Wähler stimmen jedoch nicht direkt für einen der potenziellen Kandidaten, sondern wählen Delegierte, die einen der Kandidierenden unterstützen. Die Delegierten wählen dann am nationalen Parteitag.

Vorwahlen: Delegierte wählen Kandidaten

Die Delegierten am nationalen Parteitag zunächst für den von ihnen favorisierten Kandidaten. Der Kandidat, der am nationalen Parteitag mehr als die Hälfte der Delegiertenstimmen erhält, gewinnt die Vorwahlen innerhalb seiner Partei. Falls niemand mehr als die Hälfte der Stimmen erhält, muss die Partei über ihre Kandidaten beraten. Falls dann einige Kandidaten zurück treten, sind die Delegierten bei den folgenden Neuwahlen nicht mehr an einen Kandidaten gebunden. Nach dem nationalen Parteitag der Demokraten und nach dem nationalen Parteitag der Republikaner steht dann fest, welche zwei Kandidaten oder Kandidatinnen gegeneinander antreten.

Auch Kandidatin Amy Klobuchar ist schon im Vorwahlen-Modus mit Besuchen in den einzelnen Bundesstaaten: Hier feiert sie mit Unterstützern an einer Wahlnacht-Party.

Auch Kandidatin Amy Klobuchar ist schon im Vorwahlen-Modus mit Besuchen in den einzelnen Bundesstaaten: Hier feiert sie mit Unterstützern an einer Wahlnacht-Party.

Bürger wählen Wahlmänner und Wahlfrauen

Am Wahltag im November bestimmen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger dann die sogenannten Wahlmänner und Wahlfrauen, die einen der beiden Kandidaten unterstützen. Die Anzahl der Wahlmänner und Wahlfrauen ist je nach Bundesstaat unterschiedlich, abhängig von der Einwohnerzahl. Obwohl es nach dem Wahltag in jedem Bundesstaat eine bestimmte Anzahl Wahlmänner für den republikanischen als auch den demokratischen Kandidaten gibt, werden diese nicht dementsprechend auf die beiden Kandidaten verteilt. Denn in 48 der 50 Bundesstaaten gilt das Prinzip «the Winner takes it all». Das heisst, dass der Kandidat, der im jeweiligen Bundesstaat die Mehrheit der Wahlleute auf seiner Seite hat, bekommt auch die anderen zugeschrieben. Da in so gut wie allen Bundesstaaten das «the winner takes it all»-Prinzip gilt, ist die Wahl damit praktisch bereits entschieden.

Wahlmänner und -frauen bestimmen Präsident oder Präsidentin

Die 538 Wahlleute aus den verschiedenen Bundesstaaten, gesamthaft Electoral College genannt, bestimmen dann offiziell 41 Tage nach dem Wahltag in geheimer Abstimmung, wer Präsident oder Präsidentin wird. Wer die Mehrheit von 270 Stimmen erhält, wird Präsidentin oder Präsident. Ausgezählt werden diese Stimmen vom Kongress der USA Anfang Januar.

Das sind die wichtigen Daten im US-Wahljahr 2020:

Vorwahlen: Februar 2020 bis Juni 2020

Bereits im Februar haben die Vorwahlen begonnen, namentlich im Bundesstaat Iowa. Am 16. Juni 2020 finden die letzten Vorwahlen in Washington D.C. statt.

Super Tuesday: 3. März 2020

An welchem Tag die Vorwahlen genau stattfinden, legt zwar jeder Bundesstaat individuell fest. Am Super Tuesday jedoch finden in zahlreichen Bundesstaaten der USA am gleichen Tag Vorwahlen statt. Die Ergebnisse dieses Tages haben daher grossen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Wahljahres. In diesem Jahr fällt der sogenannte Super Dienstag auf den 3. März.

National Convention Demokraten: 13. bis 16. Juli 2020

Der Nationale Parteitag der Demokraten findet vom 13. bis 16. Juli statt. Dabei bestimmen die Demokraten ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für das Präsidentenamt.

National Convention Republikaner: 24. bis 27. August 2020

Der Nationale Parteitag der Republikaner findet vom 24. bis 27. August statt. Dabei bestimmen die Republikaner ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für das Präsidentenamt.

Wahl: 3. November 2020

An diesem Tag wählen die Bürgerinnen und Bürger in den jeweiligen Bundesstaaten ihre Wahlmänner und -frauen, die einen der Kandidaten unterstützen. Da in so gut wie allen Bundesstaaten das «the winner takes it all»-Prinzip gilt, ist die Wahl damit praktisch bereits entschieden.

Electoral College: Dezember 2020

An diesem Tag bestimmt das Wahlgremium offiziell, das sogenannte Electoral College, wer Präsident oder Präsidentin wird. Dazu geben die 538 zuvor gewählten Wahlmänner und -frauen aus den verschiedenen Bundesstaaten ihre Stimmen ab.

Auszählung: Januar 2021

Der Kongress der USA zählt die Stimmen des Wahlgremiums aus und verkündet offiziell, wer Präsident oder Präsidentin wird.

Amtseinführung: 20. Januar 2021

Am 20. Januar nach der Wahl bezieht der Präsident oder die Präsidentin das Weisse Haus.

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