Mehr als tausend Menschen wurden in Teresópolis obdachlos, nachdem in dem Ort mehrere Schlammlawinen niedergingen. Bürgermeister Jorge Mário Sedlacek sagte im Fernsehen: "Das ist die grösste Katastrophe in der Geschichte der Stadt." Örtlich fielen Strom und Telefon aus.

Nach den Regenfällen in der Nacht zum Mittwoch war in mehreren Stadtvierteln die Erde von Hügeln abgerutscht. Autos wurden fortgespült, Flüsse verwandelten sich in reissende Ströme, Häuser stürzten unter dem Druck des Wassers ein.

Zahlreiche Strassen waren durch Geröllmassen oder Überschwemmungen blockiert. Die Feuerwehrleute konnten sich nur mit Mühe zu den Unglücksorten vorarbeiten. Die Rettungsteams rechnen damit, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt. Auch im nahe gelegenen Ort Nova Friburgo gab es zahlreiche Tote.

Die Regierung von Präsidentin Dilma Roussef stellte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Agencia Brasil 420 Millionen Dollar Soforthilfe für die betroffene Region zur Verfügung.

Sarke Regenfälle führen in Brasilien vor allem im Januar und Februar immer wieder zu Unglücken mit vielen Toten. Am stärksten betroffen sind meist Armensiedlungen. Die Häuser in diesen Favelas werden oft illegal auf Hügeln oder an Abhängen errichtet, die bei massiven Niederschlägen abrutschen.