Der 29-Jährige habe sich selbst als "Soldat in einem heiligen Krieg gegen Amerika" gesehen, sagte Staatsanwältin Shawn Crowley zum Prozessauftakt am Montag vor einem Gericht in New York. Rahami soll im September selbstgebastelte Bomben im US-Bundesstaat New Jersey und im New Yorker Stadtteil Chelsea ausgelegt haben.

Der in New Jersey aufgewachsene Rahami, der aus Afghanistan stammt, aber einen US-Pass hat, ist unter anderem wegen des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen und Anschlägen auf öffentliche Orte angeklagt, ihm droht lebenslange Haft. Die US-Sicherheitsbehörden gehen von einem Terrorakt aus. Das Motiv blieb zunächst weiter unklar. "Der Angeklagte hat eine Terrorattacke verübt - eine Attacke auf Amerikaner", sagte Staatsanwältin Crowley.

Rahamis Verteidigerin Meghan Gilliam bat die Jury, alles zu vergessen, was sie über den Angeklagten, der verheiratet ist und drei Kinder hat, im Vorfeld gelesen hätten. "Letztendlich ist er ein Mensch."

Eklat zum Prozessbeginn

Rahami selbst sorgte beim Prozessauftakt für Wirbel, als er ohne Erlaubnis des Richters aufstand und sich über seine Haftbedingungen beschwerte. Ihm würden unfairerweise Familienbesuche vorbehalten. Richter Richard Berman verwies den Angeklagten erst des Saales, liess ihn aber später wieder hinein, um seine Vorwürfe auszuführen. Sie versprach ihm eine Überprüfung.

Der Prozess dürfte mindestens zwei Wochen dauern. In New Jersey ist eine separate Klage gegen Rahami eingereicht worden.