"Terrorverdächtig" sind aus Sicht der Regierung Menschen, denen sie Verbindungen zu der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen vorwirft. Den macht die Regierung für den Putschversuch verantwortlich.

Menschenrechtsaktivisten kritisieren die oft unklaren Umstände der Rückkehr der angeblichen Staatsfeinde. Einige ähnelten demnach eher Entführungen. Im Sommer 2018 hatten Medien zum Beispiel weltweit über die versuchte Verschleppung eines türkischen Schuldirektors in der Mongolei berichtet. Die Türkei wies den Vorwurf zurück.

Ähnliche Fälle sowie Abschiebungen angeblicher Gülen-Anhänger durch die Gastländer zurück in die Türkei wurden unter anderem bekannt aus dem Kosovo, der Ukraine, Gabun, Pakistan, Malaysia oder Aserbaidschan.