Tunesien

Erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Tunesien

ARCHIV - Mundschutze hängen in Tunis zum Trocknen über einer Wäscheleine. Foto: Jdidi Wassim/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

ARCHIV - Mundschutze hängen in Tunis zum Trocknen über einer Wäscheleine. Foto: Jdidi Wassim/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat Tunesien mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines einzigen Tages registriert. Binnen 24 Stunden seien 1087 neue Corona-Infektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Tunis mit. 11 Menschen seien gestorben. Das Ministerium warnte vor einer «gefährlichen Situation» im Oktober. Insgesamt registrierten die Behörden in dem nordafrikanischen Land bislang mehr als 14 000 Corona-Fälle und 191 Tote in Verbindung mit Covid-19.

Das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit ist mittlerweile wieder Pflicht. Gesundheitsminister Fausi Mehdi kündigte an, jeder positiv Getestete müsse sich zur Quarantäne in ein Hotel begeben. Für den Anstieg sollen insbesondere auch grössere Hochzeitsfeiern verantwortlich sein. Mehdi sagte, auch die Rückkehr zu strikteren Ausgangsregelungen sei denkbar. Im März hatte Tunesien schon einmal strikte Ausgangssperren verhängt, die Grenzen geschlossen und internationale Flüge ausgesetzt.

Ministerpräsident Hichem Mechichi sagte der Nachrichtenagentur TAP zufolge am Samstag: "Wir werden uns bemühen, die Kurve abzuflachen, um das Wiederaufleben des Coronavirus einzudämmen." Eine Rückkehr zur allgemeinen Abriegelung komme aber nicht in Frage. Tunesien leidet unter einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Corona-Pandemie hat die Lage verschärft.

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