Die Vorstellung scheint absurd. Doch seit einigen Tagen kursiert die Meldung, dass US-Präsident Donald Trump nach Angaben seines Wirtschaftsberaters tatsächlich an einem Kauf Grönlands interessiert ist.

Der Präsident kenne sich gut mit Immobilienkäufen aus und «will sich das anschauen», sagte Larry Kudlow am Sonntag im Nachrichtensender Fox News. Die Berichte legten nahe, Trump habe Berater angewiesen, den Kauf zu prüfen. Wie seriös die Absichten seien, sei selbst für seine Mitarbeiter unklar gewesen, hiess es weiter.

Obwohl Grönland und Dänemark die Idee eines Verkaufs zurückgewiesen haben, heizt Präsident Trump die Debatte nun weiter an.

Am Montagabend (Ortszeit) postete er auf Twitter ein Bild, das den goldenen Trump Tower inmitten einer Siedlung Grönlands zeigt. Dazu schrieb Trump: «Ich verspreche, dass ich das nicht in Grönland tun werde.»

Die Einwohner Grönlands dürften Trumps-Meme wohl nicht besonders lustig finden. Dänische Politiker hatten schon zuvor mit Kopfschütteln auf Trumps Überlegung reagiert. «Es muss sich um einen Aprilscherz handeln», hatte Ex-Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen gesagt.

«Wenn er das wirklich in Betracht zieht, dann ist das der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist», erklärte der aussenpolitische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Sören Espersen. «Der Gedanke, dass Dänemark 50'000 Bürger an die Vereinigten Staaten verkauft, ist völlig lächerlich.»