Eine Zusammenkunft auf hoher Ebene könne im Grenzort Panmunjom stattfinden, sagte Vereinigungsminister Cho Myong Gyon am Dienstag. Dabei könne über eine mögliche Beteiligung Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang gesprochen werden, aber auch über andere Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen.

"Wir hoffen, dass der Süden und der Norden sich von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen und über die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den Spielen in Pyeongchang diskutieren können. Genauso wie über weitere Themen von gemeinsamen Interesse für die Stärkung der Beziehungen", sagte Cho auf einer Pressekonferenz.

Zuletzt hatte es 2015 Gespräche auf hoher Ebene zwischen den beiden verfeindeten Staaten gegeben. Die beiden Länder sind seit dem Ende des Koreakriegs 1953 durch eine entmilitarisierte Zone getrennt. Pyeongchang liegt nur 80 Kilometer von der Grenze entfernt.

In seiner Neujahrsansprache drohte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un erneut mit einem Einsatz von Atomwaffen. Zugleich deutete er an, dass Nordkorea eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea entsenden könnte. Regierungsvertreter beider Länder sollten sich dringend treffen, um das Senden einer nordkoreanischen Delegation zu besprechen, sagte Kim. Das wurde als Geste der Dialogbereitschaft interpretiert.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten zuletzt weiter zugenommen. Nordkorea treibt seine atomare Aufrüstung voran und richtet immer wieder Drohungen gegen Südkorea und die USA. Im September testete das international isolierte Land eine Wasserstoffbombe. Ende November brüstete sich Nordkorea mit dem Test einer Interkontinentalrakete und erklärte, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen.