Wetterkapriolen

Im Auge des Tornados: Hier fährt ein Auto mitten in einem Wirbelsturm (bei Wien!)

«So nahe sollte man nur an einen Tornado heran, wenn man weiss was man tut», schreibt Mortimer M. Müller zu seinem Video.

«So nahe sollte man nur an einen Tornado heran, wenn man weiss was man tut», schreibt Mortimer M. Müller zu seinem Video.

Als dann ein PKW direkt in den Sturm hineinfährt, kann er nur noch fluchen.

Während der Aargau am Wochenende bei einem Unwetter regelrecht überflutet worden ist, bildete sich bei Wien am frühen Montagabend ein seltener Wirbelsturm. Ein Wiener Filmer kam ihm ganz schön nahe.

Das Sommerwetter spielt gerade recht verrückt. Immer wieder stürmt es kräftig. Nachdem in der Schweiz vor allem der Westaargau am Wochenende von einem heftigen Unwetter heimgesucht worden ist, brachte ein Gewitter am frühen Montagabend der österreichischen Hauptstadt Starkregen und Hagel. Und einen Wirbelsturm.

Der Tornado bildete sich gegen 16.30 Uhr bei Schwechat ausserhalb von Wien. Just dort, wo sich der Flughafen befindet. 

Noch mehr verrücktes Wetter: «Tornado» wütete bei Wiener Flughafen

Dieses Video eines Augenzeugens am Flughafen zeigt eindrücklich die Entstehung des Wirbelsturms.

Der Flugverkehr stand aufgrund des Unwetters laut «Wetter.at» für einige Zeit lang still. Zahlreiche Videos und Fotos von dem Wirbelsturm entstanden aus Flugzeugen oder aus dem Flughafengebäude heraus.

Mortimer M. Müller, Autor, Filmer und Student aus Wien, kam dem Tornado mit seiner Kamera nahe. Ganz schön nahe. 

Der Tornado, gefilmt auf dem Fluhafenareal in Wien-Schwechat.

Der Tornado, gefilmt auf dem Fluhafenareal in Wien-Schwechat.

Filmen und fluchen

Zu seinem Video (ganz oben) schreibt er: «So nahe sollte man nur an einen Tornado heran, wenn man weiss, was man tut.» Und: «Ich entschuldige mich für die saloppen Kraftausdrücke, ich war etwas von den Socken ;)»

Denn Müller filmt, wie ein Auto direkt ins Auge des Sturms fährt und nur knapp von herumwirbelnden Ästen verfehlt wird. Da bleibt ihm verständlicherweise nichts anderes übrig, als zu fluchen. Zudem: «Ich habe versucht, die Fahrzeuglenker über ein Hupkonzert auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Das hat leider nicht immer funktioniert.» Den Insassen des Fahrzeugs im Video sei glücklicherweise nichts passiert.

«Ich dachte kurz: Das war es»

Ein anderer Autofahrer schreibt zu dem Video auf Youtube, dass er auch auf dieser Strasse unterwegs war. «Ich war zwar nicht das Auto im Video, aber es war genau so. Es wirkten extreme Kräfte auf mein Auto ein und ganz ehrlich, ich dachte kurz: Das war es.»

Sogar von der Stadt aus war der Tornado bei Schwechat zu sehen:

Tornados entstehen bei Gewittern, in Nordamerika häufig, in Europa eher selten. Der Tornado bei Schwechat hat in rund 15 Minuten eine Strecke von mehr als drei Kilometern zurückgelegt, wie Müller in seinem Blog schreibt. (smo)

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