Ägypten

Islamist steht in Ägypten wegen Bibelverbrennung vor Gericht

Der Angeklagte Ahmed Mohammed Abdullah

Der Angeklagte Ahmed Mohammed Abdullah

Mit Protesten hat am Sonntag in Ägypten der Prozess gegen einen Islamisten begonnen, der öffentlich die Bibel verbrannt hatte. Ahmed Mohammed Abdullah, der sich Abu Islam (Vater des Islam) nennen lässt, hatte seine Tat als Reaktion auf die Veröffentlichung des Mohammed-Schmähvideos in den USA dargestellt.

Vor dem Gerichtsgebäude in Kairo riefen koptisch-orthodoxe Anwälte und Unterstützer des langbärtigen Islamisten lautstark um die Wette. Die Anwälte forderten die Verurteilung des Angeklagten. Die Sympathisanten von Abu Islam erklärten: "Hier steht ein Mann vor Gericht, der den Koran verteidigt."

Abdullah und sein ebenfalls angeklagter Sohn Islam hatten während der gewalttätigen Proteste gegen das islamfeindliche Video vor der US-Botschaft zuerst eine Bibel zerfetzt und dann angezündet, wie Augenzeugen berichteten.

Der Sohn sagte später in Interviews mit ägyptischen Zeitungen, sie hätten kein "heiliges Buch" angezündet. Blasphemie steht in Ägypten unter Strafe. Nach Angaben der staatlichen Medien wird der Prozess am 14. Oktober fortgesetzt.

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