Migration

Italien will Hotspot auf Lampedusa ausbauen

Flüchtlingsschiff im Hafen der italienischen Insel Lampedusa: Die Regierung will die Zahl der Plätze im Hotspot der Insel bis im nächsten Frühling auf rund 440 erhöhen. (Archivbild)

Flüchtlingsschiff im Hafen der italienischen Insel Lampedusa: Die Regierung will die Zahl der Plätze im Hotspot der Insel bis im nächsten Frühling auf rund 440 erhöhen. (Archivbild)

Angesichts zunehmender Migrantenankünfte auf Lampedusa will die italienische Regierung die Zahl der Plätze im Hotspot der Insel bis im Frühling 2020 auf 439 Plätze ausbauen.

Im März soll der Hotspot vorerst um 132 Plätze erweitert werden, berichtete die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese in einer Ansprache vor dem Parlament am Mittwoch. Damit soll die Zahl der Plätze im Hotspot auf 228 ausgebaut werden.

Vorgesehen ist auch ein Flügel für unbegleitete Minderjährige, die auf der Insel ankommen. Geplant ist im Frühjahr eine weitere Ausdehnung des Hotspots auf 439 Plätze insgesamt. Vorgesehen sei auch eine Sektion für Familien, erklärte die Ministerin.

"Die Lage im Hotspot von Lampedusa steht unter ständiger Beobachtung. Wir wollen für rasche Sanierungsarbeiten in der Flüchtlingseinrichtung sorgen", sagte die parteilose Ministerin. Seit Anfang September sind 3762 Migranten eingetroffen, im Vergleichszeitraum 2018 waren es noch 1456. Lamorgeses Vorgänger Matteo Salvini, Chef der rechten Lega, hat deswegen die neue Mitte-Links-Regierung heftig kritisiert.

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