Vor Libyen

Mindestens 56 Flüchtlinge sterben bei Schlauchboot-Unglücken im Mittelmeer – über 100 werden vermisst

An Bord des Schlauchboots waren 120 Menschen aus Nigeria, Kamerun, Gambia, der Elfenbeinküste und dem Sudan. (Symbolbild)

An Bord des Schlauchboots waren 120 Menschen aus Nigeria, Kamerun, Gambia, der Elfenbeinküste und dem Sudan. (Symbolbild)

Bei zwei Unglücken von Flüchtlingsbooten im Mittelmeer sind mindestens 56 Menschen ums Leben gekommen. 117 Menschen wurden vermisst.

Auf einem vor Libyen in Seenot geratenen Schlauchboot seien nach Angaben von drei Überlebenden ursprünglich 120 Menschen gewesen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Die italienische Marine hatte die drei Überlebenden sowie drei Leichen geborgen. Bei einem anderen Bootsunglück zwischen Marokko und Spanien starben laut dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR 53 Menschen.

Stunden im Meer getrieben

Die vor der libyschen Küste Geretteten wurden mit Unterkühlung in ein Spital auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gebracht. Sie seien traumatisiert und stünden unter Schock, erklärte die IOM. Sie gaben an, etwa drei Stunden im Meer getrieben zu sein, bevor sie gerettet wurden.

Ihren Schilderungen zufolge sassen an Bord des Schlauchboots 120 Menschen aus Nigeria, Kamerun, Gambia, der Elfenbeinküste und dem Sudan, wie die IOM weiter mitteilte. 117 Menschen, darunter zehn Frauen und ein zehn Monate altes Baby, würden deshalb noch vermisst.

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