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Nato-Generalsekretär fordert von Athen und Ankara Deeskalation

ARCHIV - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sorgt sich wegen der Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei. Foto: ---/NATO/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

ARCHIV - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sorgt sich wegen der Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei. Foto: ---/NATO/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Bündnismitglieder Türkei und Griechenland zu einer Beilegung ihres Streits um Erdgas im östlichen Mittelmeer aufgerufen. In einem Telefonat mit dem türkischen Aussenminister Mevlüt Cavusoglu habe Stoltenberg am Mittwoch seine Besorgnis über die jüngsten Spannungen zum Ausdruck gebracht, teilte die Bündniszentrale mit. Deeskalation und Dialog seien das beste für die Region. Die Situation müsse im Geiste der Solidarität unter Alliierten und im Einklang mit dem Völkerrecht gelöst werden.

In dem Streit geht es darum, dass Griechenland die Türkei bezichtigt, vor griechischen Inseln illegal Erdgasvorkommen zu erkunden. Die Regierung in Ankara weist die Vorwürfe zurück. Sie vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören.

Im Zuge von Militärmanövern in dem Seegebiet war es in der vergangenen Woche sogar zu einer Kollision zwischen einem griechischen und einem türkischen Kriegsschiff gekommen. Die Türkei wirft Griechenland vor, für den Zusammenstoss verantwortlich zu sein.

Auch beim EU-Sondergipfel zur Lage in Belarus waren die Spannungen im östlichen Mittelmeer am Mittwoch Thema. EU-Ratspräsident Charles Michel teilte im Anschluss mit, dass auch die EU zunehmend besorgt wegen der Spannungen sei und eine Deeskalation für dringend notwendig erachte. Im Gegensatz zu Stoltenberg stellte er sich allerdings klar an die Seite Griechenlands und verwies darauf, dass die EU die Bohrungen als illegal erachte.

Die EU werde beim nächsten EU-Gipfel am 24. und 25. September auf das Thema zurückkommen, kündigte Michel an. Mit Blick auf mögliche neuen Sanktionen gegen die Türkei ergänzte er: "Alle Optionen werden auf dem Tisch liegen."

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