USA

«Niemand mag mich»: So beklagt Trump seine tiefe Popularität

Donald Trump zweifelt an seine Popularität: "Niemand mag mich."

Donald Trump zweifelt an seine Popularität: "Niemand mag mich."

US-Präsident Donald Trumps Umfragewerte liegen tief. Dies macht den Präsidenten nervös. Bei einer Pressekonferenz reflektierte er über die Beziehung mit dem führenden Seuchenexperten Anthony Fauci. Dabei beschwerte sich Trump darüber, dass Fauci eine höhere Zustimmungsrate hat als er selbst.

Fürchtet Donald Trump um seine Wiederwahl? An einer Pressekonferenz hatte der US-Präsident einen seltenen Moment der Selbstreflexion.

Trump hat ein Problem. Seine Umfragewerte sind im Keller. Auch wenn sich Beobachter einig sind, dass bis zu den Wahlen im November noch einiges passieren kann, so scheint dies Präsident Trump doch allmählich nervös zu machen. Oder – auch nicht ganz unwahrscheinlich – stark an seinem Ego zu kratzen.

An einer Pressekonferenz jedenfalls sagte er in einem seltenen Moment der Selbstreflexion: «Niemand mag mich.» Der Präsident beschwerte sich dabei vor allem darüber, dass sein Berater für den Umgang mit der Pandemie und führende Seuchenexperte Anthony Fauci, populärer sei als er selbst. Trump schob nach: «Das muss an meiner Persönlichkeit liegen.»

Trump und sein Umfeld hatten in den vergangenen Wochen wiederholt versucht, Fauci in Misskredit zu bringen und seine Glaubwürdigkeit zu untergraben. Das Lamento kam zudem ausgerechnet am selben Tag, an dem die USA die düstere Zahl von 150 000 Toten infolge der sich verschlimmernden Pandemie übersprangen.

Das alles kümmerte Trump an der Pressekonferenz nicht. Ihn beschäftigte, dass Fauci beliebter ist als er. Schliesslich, so der Potus, arbeite dieser ja für die Regierung. «Er hat diese hohe Zustimmungsrate», sagte Trump über Fauci. «Warum habe ich keine hohe Zustimmungsrate und die Verwaltung in Bezug auf das Virus?»

Ist Trump tatsächlich langsam nervös? Klar ist: Er liegt derzeit in praktisch allen Umfragewerten deutlich hinter seinem Rivalen Joe Biden. Und Trumps Zustimmungsrate hat unter dem gelitten, was Kritiker als erratischen und unaufmerksamen Umgang mit der Pandemie beschrieben haben. Diese Zustimmungsrate liegt jetzt bei etwa 40 Prozent, eine ungemütliche Zahl für einen Präsidenten, der sich um seine Wiederwahl bemüht.

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