Spanien

Politikerin auf offener Strasse erschossen - wars persönliche Rache?

Die auf offener Strasse erschossene Politikerin Isabel Carrasco

Die auf offener Strasse erschossene Politikerin Isabel Carrasco

Eine spanische Politikerin der konservativen Volkspartei (PP) ist auf offener Strasse erschossen worden. Die Tat ereignete sich am Montag in der nordspanischen Stadt León. Das Innenministerium glaubt an einen Racheakt.

Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich bei dem Opfer um die Präsidentin der örtlichen Provinzverwaltung, Isabel Carrasco, die auch die PP-Parteichefin von León war.

Aus dem Madrider Innenministerium verlautete, das Motiv der Tat sei möglicherweise ein "persönlicher Racheakt" gewesen. Die PP und die Opposition der Sozialisten (PSOE) sagten für Montag alle Wahlkampfveranstaltungen für die Europawahlen ab. Dazu gehörten Kundgebungen mit den Parteichefs Rajoy in Valladolid und Alfredo Pérez Rubalcaba in Jaén.

Augenzeugen berichteten, eine Frau habe drei Schüsse auf die 59-jährige Politikerin abgefeuert. Unmittelbar nach der Tat wurde eine Frau festgenommen. Carrasco war Ende der 1990er Jahre Wirtschafts- und Finanzministerin der Region Kastilien-León gewesen. Die Justiz hatte gegen sie wegen des Verdachts der Verwicklung in einen Finanzskandal ermittelt.

Die Leiche der erschossenen Politikerin wird weggetragen.

Die Leiche der erschossenen Politikerin wird weggetragen.

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