Syrien-Krieg

Putin befiehlt Teilabzug der russischen Truppen aus Syrien

Putin zieht einen Teil seiner Truppen aus Syrien ab. (Archiv)

Putin zieht einen Teil seiner Truppen aus Syrien ab. (Archiv)

Präsident Wladimir Putin hat einen teilweisen Abzug der russischen Truppen aus Syrien befohlen. Ab Dienstag solle das Hauptkontingent der russischen Streitkräfte in Syrien damit beginnen, aus dem Bürgerkriegsland abzurücken, sagte der Staatschef in Moskau.

"Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt war, ist im Grossen und Ganzen erfüllt", sagte Putin laut mehreren russischen Medien.

Er habe angeordnet, dass Russland jetzt eine grössere Rolle im Friedensprozess einnehmen solle, um den Konflikt zu beenden. Er hoffe, dass die Entscheidung für alle Seiten ein Signal sei und das Vertrauen für eine friedliche Lösung des Konflikts erhöhe, sagte er bei einem Treffen mit Aussenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

Russland sei es mit seinem Einsatz in dem Bürgerkriegsland gelungen, einen Durchbruch im Kampf gegen den Terrorismus zu erzielen. "Der russische Stützpunkt und der Flugplatz in Hmeimim (bei Latakia) werden weiter funktionieren. Sie sollen zuverlässig geschützt werden", so Putin. Er habe Syriens Machthaber Baschar al-Assad über die Entscheidung informiert.

Russland unterstützt seit mehreren Monaten Assad mit Luftangriffen. Sie sollen sich in erster Linie auf extrem radikale Gruppen wie die sunnitische Miliz Islamischer Staat (IS) oder den Al-Kaida-Ableger Nusra Front konzentrieren. Kritikern zufolge wurden aber auch gemässigte Gegner Assads gezielt massiv angegriffen.

Assad versucht seit fünf Jahren, einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. Am Montag startete in Genf eine neue Runde der internationalen Gespräche zur Lösung des Konflikts.

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