Demonstrationen

Rettungsgasse durch die Menschenmenge: Dieses Video von den Protesten in Hongkong geht um die Welt

Rettungsgasse innert Sekunden: Dieses Video aus Hongkong beeindruckt das Netz

Trotz riesigen Menschenmassen: Will ein Rettungsfahrzeug vorbei, teilt sich die Menschenmenge wie von Zauberhand.

Die Proteste von Regierungsgegnern in Hongkong gewinnen trotz Zugeständnissen der Peking-treuen Führung weiter an Zulauf: Fast zwei Millionen Menschen seien am Sonntag auf die Strasse gegangen, sagte Jimmy Sham von der Protestgruppe Civil Human Rights Front (CHRF).

Trotz der riesigen Menschenmassen die durch Hongkong ziehen, bleiben die Proteste zu einem grossen Teil sehr friedlich. Besonders beeindruckt ist die Netzgemeinschaft derzeit von einem Video eines Rettungsfahrzeugs, das sich durch die Menschenmenge einen Weg bahnt. Wie von magischer Hand teilt sich die Menge und bildet eine Rettungsgasse.

«Da könnten die Deutschen Autofahrer noch viel davon lernen», kommentierte ein Twitter-User unter das Video.

Auch sonst ist die Netzgemeinschaft beeindruckt von den friedlichen Protesten. Die Demonstranten lassen sich weder von den hohen Temperaturen noch der hohen Luftfeuchtigkeit von ihrem Anliegen abhalten. Und sie sammeln sogar den Müll zusammen, wie ein Twitter-User schreibt.

Auch im Umgang mit ausländischen Journalisten zeigen die Demonstranten ein vorbildliches Vorhalten. So twitterte der ARD-Korrespondent Michael Storfner ein Bild, das einen Demonstranten zeigt, der sich rührend um einen von Storfners Kollegen kümmert.

Die Demonstranten forderten einen Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam und den völligen Verzicht auf das umstrittene Auslieferungsgesetz. Lam entschuldigte sich zwar für «Defizite in der Regierungsarbeit», lehnte einen Amtsverzicht aber ab.

 
Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich fast doppelt so viele Menschen an den Protesten wie eine Woche zuvor, als eine Million Demonstranten dem Protestaufruf folgten. Die Polizei, die bei politischen Kundgebungen stets deutlich geringere Teilnehmerzahlen nennt, sprach hingegen von 338'000 Demonstranten.

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