Ukraine

Russische Reporter sterben durch Granate - Pipeline nach Westen in Flammen

Weshalb die Pipeline in Brand geriet, ist unklar.

Weshalb die Pipeline in Brand geriet, ist unklar.

Beim Einschlag einer Granate sind in der Ostukraine zwei russische Journalisten getötet worden. Offenbar haben ukrainische Soldaten die Granate abgefeuert. Weiter wurde durch eine Explosion eine Gas-Pipeline in Brand gesteckt.

Bei Gefechten zwischen Regierungskräften und Separatisten sind in der Ostukraine zwei russische Journalisten ums Leben gekommen. Die Korrespondenten des Staatsfernsehens seien an einer Strassensperre der Aufständischen bei Lugansk von einer Granate getroffen worden, teilten die Behörden in Kiew am Dienstag mit.

Der ukrainische Aussenminister Andrej Deschtschiza bedauerte den Tod der Reporter, der wohl von den Sicherheitskräften verursacht worden war.

Der russische Präsident Wladimir Putin forderte bei einem Telefonat mit seinem ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko eine Aufklärung des Vorfalls. Das bilaterale Verhältnis wird auch von einem Gasstreit belastet.

Undatiertes Bild von Igor Kornelyuk, einem der beiden getöteten russischen Reporter.

Undatiertes Bild von Igor Kornelyuk, einem der beiden getöteten russischen Reporter.

Pipeline explodiert

Am Rande der Kämpfe kam es zu einer Explosion an einer Pipeline für den Export von russischem Gas Richtung Westen. Augenzeugen in der Region Poltawa sprachen von einer rund 200 Meter hohen Flamme, die aus der auch als "Transsibirische Pipeline" bekannten Urengoj-Pomari-Uschgorod-Leitung geschossen sei.

Dem Leitungsbetreiber Ukrtransgaz zufolge hat der Zwischenfall aber keine Auswirkungen auf den Gasfluss in die EU. Ursache war ersten Ermittlungen zufolge ein Druckabfall. Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow sagte aber, die Explosion werde als "möglicher Terrorakt" betrachtet. (sda)

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