USA - Iran

Schärfere US-Sanktionen gegen Iran nach Dialog-Angebot

Irans Ministerpräsident Mahmud Ahmadinedschad soll sein Atomprogramm offenlegen. Dies fordern die USA (Archiv)

Irans Ministerpräsident Mahmud Ahmadinedschad soll sein Atomprogramm offenlegen. Dies fordern die USA (Archiv)

Nach einem Gesprächsangebot im Atomstreit verschärfen die USA ihre Sanktionen gegen den Iran. Das Finanzministerium in Washington kündigte am Mittwoch an, den Sender Islamische Republik Iran und ihren Direktor mit Strafmassnahmen zu belegen. Diese hätten den freien Informationsfluss in das Land behindert.

Die USA wollen die Regierung in Teheran mit schärferen Sanktionen zwingen, das Atomprogramm vollständig offenzulegen. Beide Länder hatten erst vor wenigen Tagen die Bereitschaft zu direkten Verhandlungen angedeutet.

Die Gespräche mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland über das umstrittene Programm sollen am 26. Februar in Kasachstan wieder aufgenommen werden.

Ob es bei dem Treffen zu Fortschritten komme, hänge vom Willen der USA ab, sagte der iranische Botschafter in Russland, Mahmud Resa Sadschadi. Zwar begrüsste der Diplomat das Gesprächsangebot von Vizepräsident Joe Biden, meldete aber zugleich Zweifel an der Glaubwürdigkeit der US-Regierung an.

"Obama hat auch angekündigt, dass die Amerikaner den Siedlungsbau in Israel stoppen. Hat er sein Wort gehalten?" Der Iran weist den Verdacht zurück, unter dem Deckmantel einer friedlichen Nutzung an einer Atombombe zu arbeiten.

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