Klimawandel

Skeptiker finanzieren Studie und belegen Klimawandel

Auch ländliche Regionen verzeichneten Temperaturanstiege (Symbolbild)

Auch ländliche Regionen verzeichneten Temperaturanstiege (Symbolbild)

Ausgerechnet eine von Skeptikern des Klimawandels mitfinanzierte Studie belegt einmal mehr, dass sich die Erde erwärmt hat. Ein am Freitag veröffentlichter Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Temperaturen seit den 1950er Jahren global um durchschnittlich ein Grad Celsius gestiegen sind.

"Unsere grösste Überraschung war, dass die neuen Ergebnisse so stark mit den Werten übereinstimmen, die zuvor von anderen Teams in den USA und Grossbritannien veröffentlicht wurden", sagte Professor Richard A. Muller, wissenschaftlicher Direktor an der Universität Berkeley.

Für die Studie, die von US-Forschern im Rahmen des "Berkeley Earth Surface Temperature" Projekts durchgeführt worden war, waren namhafte Forscher angeheuert worden, wie der Nobelpreisträger Saul Perlmutter. Sie wurde unter anderem von der Charles G. Koch Charitable Foundation finanziert, die aus dem Öl- und Chemiekonsortium Koch Industries hervorging. Deren Mitbesitzer David Koch unterstützt auch die "Tea Party".

Die Forscher hatten rund 1,6 Milliarden Temperaturaufzeichnungen der vergangenen 200 Jahre ausgewertet. Skeptiker hatten behauptet, dass der Grossteil der zuvor von anderen Teams gemessenen Erwärmungswerte daher komme, dass die Messstationen in städtischen Gebieten angesiedelt seien, die mit ihren Strassen und Häusern allmählich regelrechte "Hitze-Inseln" geworden seien. Wie das kalifornische Forscherteam aber herausfand, verzeichneten auch die ländlichen Regionen Temperaturanstiege.

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