Südafrika

Südafrika feiert Ende der Apartheid und 20 Jahre Demokratie

Besucher des Festes schwenken südafrikanische Flaggen

Besucher des Festes schwenken südafrikanische Flaggen

Zum 20. Jahrestag der ersten demokratischen Wahlen in Südafrika hat die Bevölkerung mit einer Festveranstaltung der Abschaffung der Apartheid gedacht. Präsident Jacob Zuma würdigte am Sonntag bei einem Festakt in Pretoria die Entwicklung Südafrikas.

Kein anderes Land in Afrika sei heute höher entwickelt, sagte Zuma. Er verwies unter anderem auf die Verfassung und das Justizwesen.

Die Südafrikaner seien ihrem Traum von einer vereinten Nation ohne Rassentrennung und mit Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau näher gekommen, sagte er.

Der Präsident rief seine Landsleute zugleich auf, sich in grosser Zahl an den kommenden Wahlen zu beteiligen. Südafrikas Freiheit müsse an den Urnen "verteidigt" werden.

Am 7. Mai wird in Südafrika ein neues Parlament gewählt. Es wird die fünfte Wahl der Volksvertretung seit dem Ende der Apartheid 1994. Damit können erstmals Wähler ihre Stimmen abgeben, die nach der Zeit der Rassentrennung und der Unterdrückung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit geboren wurden. Millionen Südafrikaner leben nach wie vor in Armut.

Zunehmende Kritik am ANC

Seit dem Ende der Apartheid geniesst der Afrikanische Nationalkongress (ANC) des Anfang Dezember gestorbenen ersten schwarzen Präsidenten Nelson Mandela eine Vormachtstellung.

Auch im künftigen Parlament dürfte der ANC dominieren, allerdings muss die Partei mit einem Erstarken der Opposition von Seiten der Demokratischen Allianz und des früheren ANC-Jugendführers Julius Malema rechnen, der im vergangenen Juli eine eigene Partei gründete - die Kämpfer für wirtschaftliche Freiheit (Economic Freedom Fighters, EFF).

Der ANC wurde in den vergangenen Jahren verstärkt kritisiert, dass er die Ungerechtigkeiten in der Einkommensverteilung nicht bekämpft hat und Korruption und Vetternwirtschaft befördert. Ähnliche Vorwürfe richten sich auch gegen den 71-jährigen Zuma. Dennoch kann er damit rechnen, nach der Parlamentswahl von den Volksvertretern im Amt bestätigt zu werden.

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