Dort verlangen sie die Vernehmung des Ministerpräsidenten Scheich Nasser Mohammed al-Ahmad al-Sabah zu Korruptionsvorwürfen. Der Emir Scheich Saba al-Ahmad al-Sabah hatte in einem am Montag in mehreren Zeitungen veröffentlichten Interview gesagt, er werde den Regierungschef, der zur Herrscherfamilie gehört, nicht entlassen.

Zudem kritisierte er die Stürmung des Parlaments durch Demonstranten am vergangenen Mittwoch. Dabei habe es sich um einen "schwarzen Tag" in der Geschichte des Landes gehandelt.

Der islamistische Abgeordnete Dschamaan al-Harbasch forderte den Regierungschef am Montag auf, sich kommende Woche zu einem Korruptionsskandal vernehmen zu lassen, in den auch 15 Abgeordnete der Regierungspartei verwickelt sind. Der seit Februar 2006 regierende 71-jährige Ministerpräsident hat bereits drei Misstrauensvoten des Parlaments überstanden.