Völkermord

Türkischer Präsident Erdogan: «Ich teile den Schmerz der Armenier»

Der türkische Präsident trifft Prinz Charles anlässlich der Gedenkfeier des Massakers vor 100 Jahren: Recep Tayyip Erdogan spricht von «traurigen Ereignissen».

Der türkische Präsident trifft Prinz Charles anlässlich der Gedenkfeier des Massakers vor 100 Jahren: Recep Tayyip Erdogan spricht von «traurigen Ereignissen».

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Nachfahren der Opfer der Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren sein Beileid ausgesprochen. Er sprach im Zusammenhang mit den Tötungen von «traurigen Ereignissen».

«An diesem Tag, der für unsere armenischen Bürger eine besondere Bedeutung hat, gedenke ich aller Osmanischen Armenier mit Respekt, die unter den Bedingungen des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren haben», erklärte Erdogan am Freitag. «Ich spreche ihren Kindern und Enkeln mein Beileid aus.»

Die Türkei lehnt es strikt ab, die Gräueltaten einen Genozid zu nennen. Erdogans Erklärung wurde anlässlich eines Gedenkgottesdienstes im armenischen Patriarchat in Istanbul veröffentlicht.

«Ich möchte noch einmal zum Ausdruck bringen, dass ich Euren Schmerz aufrichtig teile», hiess es in der Mitteilung weiter. «Ich möchte auch, dass Ihr wisst, dass die Tore unserer Herzen den Enkeln der Osmanischen Armenier auf der ganzen Welt weit offen stehen.»

Erdogan machte deutlich, dass sein Beileid nicht nur Armeniern gelte. «Mit Erbarmen und Respekt gedenke ich aller Osmanischen Bürger gleich welcher ethnischen und religiösen Identität, die während dieses Krieges unter ähnlichen Bedingungen ihr Leben verloren haben.»

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