Gärten statt Wüste

Turkmenistans Präsident lässt drei Millionen Bäume pflanzen

Bald auch ein blühender Garten? Ölanlage in der turkmenischen Wüste (Archiv)

Bald auch ein blühender Garten? Ölanlage in der turkmenischen Wüste (Archiv)

Mit Hilfe von drei Millionen Bäumen will der turkmenische Präsident Gurbanguli Berdimuchamedow sein hauptsächlich aus Wüste bestehendes Land zu einem «blühenden Garten» machen. Das entsprechendes Dekret hat der Staatschef bereits unterzeichnet.

Die Bäume sollten alle noch in diesem Jahr gepflanzt werden, berichtete am Samstag die Zeitung "Neutralni Turkmenistan" weiter. Die Pflanzkampagne solle "in einer Epoche der Kraft und des Glücks unser Land in einen blühenden Garten verwandeln und seine schöne Natur bereichern", heisse es im Dekret.

Die Hälfte der Bäume soll in der Hauptstadt Aschgabat gepflanzt werden, die anderen 1,5 Millionen in der kargen Regionen der ehemaligen Sowjetrepublik in Zentralasien. Rund 80 Prozent ihres Territoriums macht die Wüste Karakum aus.

Der ehemalige Zahnarzt Berdimuchamedow regiert Turkmenistan seit 2007 autoritär. Um seine Macht zu feiern, liess er unter anderem riesige Prestigebauten in Aschgabat errichten.

Der Personenkult um Berdimuchamedow hat sich dabei im Laufe der Jahre zunehmend verstärkt, auch wenn er noch nicht ganz so bizarr wie bei seinem Vorgänger Saparmurat Niasow ist. Dieser hatte unter anderem die Monats- und Wochentage nach sich und seinen Familienangehörigen umbenennen lassen.

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