Dies sei ein "sehr guter Betrag". In den kommenden Tagen müsse nun ausgerechnet werden, bei welchen dieser Zusagen es sich um "neues Geld" handelt und welche Spenden schon Anfang des Jahres versprochen worden waren, sagte Generalkommissar Pierre Krähenbühl am Dienstag.

Er gab sich "ermutigt" von grosszügigen Zusagen unter anderem von der Europäischen Union oder dem Vereinigten Königreich. UNRWA benötigt eigenen Angaben zufolge pro Jahr 1,2 Milliarden Dollar, um die Kosten für das Bildungssystem, die Gesundheitsversorgung, für Nahrungslieferungen und andere Hilfen in den Palästinensergebieten zu decken.

Kritik aus den USA

Die USA hatten vergangenes Jahr 300 Millionen Dollar Hilfen für UNRWA gestrichen. Trumps Nahost-Beauftragter Jason Greenblatt nannte die Arbeit der Organisation zuletzt "unumkehrbar fehlerhaft" und regte an, dass sie durch andere Länder und lokale Träger übernommen wird.

Gleichzeitig mit der Geberkonferenz startete am Dienstag in Bahrain eine US-initiierte Wirtschaftskonferenz. Die Unterstützung vor allem der Golfstaaten für das Treffen liess es möglich erscheinen, dass diese im Gegenzug ihre Spenden für UNRWA zurückfahren könnten. Bei der Konferenz in New York machte einer der grössten Spender des vergangenen Jahres, Saudi-Arabien, zunächst keine Zusage an das Uno-Palästinenserhilfswerk.