Corona-Virus

«Wir handeln mit höchster Strenge»: Italien verlängert Ausgangssperre

Italienische Polizisten kontrollieren das Areal rund um den Mailänder Dom. (Archivbild)

Italienische Polizisten kontrollieren das Areal rund um den Mailänder Dom. (Archivbild)

Der italienische Premier Giuseppe Conte hat für Italien eine Verlängerung der restriktiven Massnahmen zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie angekündigt. Die bis zum 3. April verhängte Ausgangssperre soll verlängert werden.

Der Premier drohte im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Donnerstagsausgabe) zudem mit schweren Strafen für jene, die gegen die Ausgangssperre verstossen. Conte erklärte sich mit den Bürgermeistern der italienischen Gemeinden solidarisch, die Parks zugeschlossen haben, um zu verhindern, dass sich zu viele Menschen im Freien aufhalten.

Die Regierung handle mit voller Transparenz. "Wir verheimlichen den Bürgern nichts. Wer dies in anderen Ländern tut, wird es bitter bereuen. Wir handeln zugleich mit höchster Strenge. Wir haben nichts unterschätzt und wir handeln als würde das schlimmste Szenario eintreten", sagte Conte.

Der parteilose Premier kündigte an, dass seine Regierung an einem weiteren Wirtschaftspaket arbeite, das in circa zwei Wochen vorgestellt werden soll. Ziel sei es, mehrere Milliarden für öffentliche Investitionen locker zu machen. Damit solle das italienische Strassen- und Bahnnetz modernisiert und Infrastrukturen errichtet werden, auf die Italien "seit Jahrzehnten" wartet. Damit soll die Wirtschaft wieder in Bewegung kommen.

Insgesamt starben nach offiziellen Angaben 2978 Menschen in Italien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Damit machen die Todesfälle in Italien mehr als die Hälfte aller Coronavirus-Toten ausserhalb Chinas aus

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