Volkswagen

Das Beste zum Schluss?

VW Golf Sportsvan

VW Golf Sportsvan

Die Golf-Palette ist mit dem kürzlich vorgestellten Sportsvan nun fast komplett.

Die Palette des Topsellers aus Wolfsburg ist riesig. Vom Spardiesel mit drei Türen über den mächtigen Allradsportler Golf R mit 300 PS hat VW ein mächtiges Programm am Start. Fehlen noch der Golf Plus und das Cabriolet. Den Golf Plus gibt es unter diesem Namen nicht mehr, der neue Golf mit mehr Raum und erhöhter Sitzposition heisst nun Sportsvan und kommt Mitte Juni auf den Markt.

Wie sein Vorgänger mit dem Zusatz «Plus» baut auch der Sportsvan höher, ist ebenfalls länger als ein normaler Golf – sieht aber im Gegensatz zu seinen Vorgängern deutlich schnittiger aus. Wir fragen uns nach den Testfahrten ganz ehrlich: warum eigentlich baut VW den normalen Golf noch? Klar, GTI und R sind was für die sportlich Ambitionierten, diese Klientel kann man mit einem Van nicht ansprechen. Aber der ganz normale Golf – sorry, den brauchts irgendwie gar nicht mehr. Irgendwie passen beim Sportsvan die Proportionen besser als bei der Limousine, vielleicht liegt es an der vergrösserten Fensterfläche. Der Sportsvan ist einfach stimmig. Selbstverständlich baut auch der neue Sportsvan auf dem MQB auf. Der «Modulare Quer-Baukasten» gibt alle Teile her, die es für den Sportsvan braucht. Will heissen: Für den grossen Golf gibt es an Motoren und Getrieben alles, was man beim normalen Golf auch haben kann. Und das ist viel, die Summe an Motor- und Getriebevarianten ist fast schon unübersichtlich. Aber es gibt vorerst keinen Allrad-Sportsvan.

Und es gibt was wirklich Neues bei Volkswagen. Den Sportsvan kann man mit einer Ausparkhilfe ordern. Wer rückwärts aus der Parklücke kommt und den querenden Verkehr nicht sieht, wird vom Auto automatisch ausgebremst. Das funktioniert dank der Radarsensorik, welche das Auto sonst nutzt, um vor Fahrzeugen im toten Winkel zu warnen. Fahren tut der Sportsvan auch. Genau wie ein Golf. Den leicht höheren Schwerpunkt konnten wir nicht erfühlen, das Plus an Länge hat uns nicht gestört, die etwas höhere Sitzposition ist angenehm. Der Sportsvan ist zwar kein Sportwagen, aber auch keine biedere, lahme Ente. Was sicher ist: Der Sportsvan ist nicht schlechter als ein konventioneller Golf. Und der ist richtig gut. Der Sportsvan ist gut 8 cm länger und dazu mehr als 12 cm höher als ein konventioneller Golf. Dazu hat er einen massiv verlängerten Radstand und bietet damit viel Platz im Innenraum. Er verfügt über fast so viel Stauvolumen wie der Variant genannte Golf-Kombi, der aber satte 22 cm länger ist. Mindestens 500 Liter sollen in den Sportsvan passen, wenn die um 18 cm verschiebbare Rückbank 5 cm vor der hintersten Raste positioniert wurde. Ein eher spezielles Messverfahren, ganz klar ist dafür die andere Zahl: maximal passen 1520 Liter Gepäck in den Kofferraum, wenn man die dreigeteilte Rückbank komplett abklappt. Und dank der nach vorne klappbaren Lehne des Beifahrersitzes passen auch sehr lange Gegenstände in den Sportsvan. Hinzu kommen zahlreiche Ab lagen und Fächer, alles sehr durchdacht.

Natürlich gibt es auch noch neue Komfortfeatures wie das beheizbare Lenkrad. Und Aufpreis ist bei VW eh immer ein grosses Thema. Gemäss Preisliste gibt es den Sportsvan ab Mitte Juni ab 24’900 Franken. Dafür gibts einen kleinen 85-PS-Motor unter der Haube. Bemüht man den Online- Konfigurator und versucht einen typischen «Schweizer Sportsvan» zu bauen, erscheint eine andere Zahl: 39’340 Franken (1,4 TSI mit 125 PS, kombiniert mit Doppelkupplungsgetriebe und ein paar sinnvollen Features). Weit entfernt vom Basispreis, aber in der Summe der Qualitäten ist auch diese Summe akzeptabel. Zumal er halt ein Golf ist, was dem Sportsvan beim Wiederverkauf nicht zum Nachteil gereicht.

Meistgesehen

Artboard 1