Mitsubishi
Die 3. Generation ist da

Mitsubishi ist einer der kleinen Hersteller. Was die Japaner nicht daran hindert, sehr ordentliche Autos auf die Räder zu stellen. So wie die 3. Generation des Outlander.

Markus Chalilow
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Mitsubishi Outlander

Mitsubishi Outlander

HO

Es ist die dritte Generation des Crossover aus Japan. Und auch die von den Abmessungen her grösste. Mit einer Länge von 466 cm verfehlt er die derzeit boomende Compact-SUV-Klasse recht deutlich. Doch es soll ja auch Menschen geben, die viel Platz brauchen. Und deshalb hat man bei Mitsubishi auch ein neues System für das Umklappend er hinteren Sitze entworfen. Und damit die Laderaumlänge ordentlich erweitert. Satte 33 cm länger ist das Gepäckfach jetzt maximal (Länge 169 cm). Natürlich gibt es den Mitsubishi auch in einer siebensitzigen Version, aber irgendwie sind die beiden hintersten Plätze halt schon nicht sehr sexy. Als Antrieb stehen zwei Motoren zur Wahl: Ein Zweiliter-Benziner mit 150 PS - nicht gerade viel für das ausladende Auto, auch wenn der Outlander gegenüber der Vorgängerversion um bis zu 110 kg abgespeckt hat. Im besten Fall wiegt der Mitsubishi 1380 kg, aber der Benziner hat - besonders in Kombination mit dem stufenlosen CVT-Getriebe - doch Mühe, den Wagen in Schwung zu bringen. Der Dieselmotor mit 2,2 L Hubraum verfügt zwar auch nur über 150 PS, aber das Drehmoment ist massiv Höher. 380 Nm drückt der Vierzylinder ab, dagegen sind die 195 Nm des Benziners - Peanuts. Immerhin federt der Outlander ganz ordentlich und trotzdem hält sich die Seitenneigung der Karosserie in Kurven einigermassen in Grenzen. Doch rasen will mit so einem Mobil ja eigentlich niemand.

Mitsubishi Outlander

Mitsubishi Outlander

HO

In dieser Klasse zählen andere Werte. Neben der Sitzposition, welche einen besseren Überblick ermöglichen soll, natürlich auch die Tatsache dass man dank 4x4 überall durchkommt. Auch das Allradsystem wurde überarbeitet, allerdings konnten wir während der ersten kurzen Probefahrten keinerlei Erfahrungen damit sammeln. Für Sparfüchse gibt es den Mitsu übrigens auch nur mit Vorderradantrieb (2,0 Benziner, ab Fr. 29'999.-).Wer den Diesel mit Allrad und Topausstattung ordert muss dann doch deutlich tiefer in die Tasche greifen: 50'999 Franken (exklusiv aller möglichen Bonis) wird der Japaner kosten. Klingt nach viel, sieht man sich aber an, was der Outlander alles mit an Bord hat und auch bei der Sicherheitsausrüstung (z. B. neun Airbags) nicht knausrig ist, relativiert sich der Preis wieder. Der Outlander ist eine echte Alternative zu den gängigen Modellen in dieser Klasse. Auch wenn der Innenraum halt immer noch typisch japanisch ausgefallen ist. Die Materialien und die Verarbeitung sind gut, aber halt nicht wahnsinnig edel. Aber sonst ist alles da, was man in der Schweiz so braucht. Eine Start-Stopp-Automatik zum Beispiel, eine Zweizonen-Klimaautomatik oder einige Assistenzsysteme. Und auch die Anhängelast kann sich sehen lassen: bis zu zwei Tonnen darf der Outlander an den Haken nehmen. Wem der Outlander zu gross ist, kann auf den etwas kompakteren ASX zurückgreifen, der ab März in einer gelifteten Version bei den Händlern stehen wird. Oder, man wartet noch bin in den Herbst. Dann ist der Outlander auch als Plug-in-Hybrid verfügbar. Mit diesem Antriebskonzept soll der Mitsubishi weniger als 50 Gramm CO2 pro 100 Kilometer ausstossen. Dieses Fahrzeug durften wir exklusiv ebenfalls bereits bewegen.