Elektromobilität
Wo kann ich mein Elektroauto aufladen und ist die E-Ladestation jetzt gerade frei?

Wer mit dem Auto weite Strecken zurücklegen will, muss zwischendurch tanken. Was für Benzinmotoren stimmt, trifft auch auf Elektroautos zu. Doch Strom-Tankstellen sind noch nicht so verbreitet wie gewöhnliche Tankstellen. Diese Karte zeigt über 3000 Standorte in der Schweiz.

Ruben Schönenberger
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Was sehe ich in dieser Karte?

Zu sehen sind Ladestationen verschiedener Anbieter in der ganzen Schweiz mit Echtzeitangaben über die Verfügbarkeit. Die Karte wird vom Bundesamt für Energie (BFE) zusammen mit den Ladestation-Betreibern, Energie Schweiz und Swisstopo zur Verfügung gestellt.

Wie verwende ich die Karte?

Die Handhabung ist einfach: Man sucht sich eine Ladestation am gewünschten Ort und schaut, ob die Station in Betrieb und ein Steckplatz frei ist:

  • Grünes Symbol: Mindestens einer der Steckplätze ist frei.
  • Rotes Symbol: Alle Steckplätze sind besetzt.
  • Oranges Symbol: Die Steckplätze sind reserviert.
  • Weisses Symbol: Der Status ist unbekannt.
  • Dunkelgraues Symbol: Die Ladestation ist ausser Betrieb.

Wer auf die jeweilige Ladestation klickt oder tippt, erhält weitere Angaben. Dazu gehört, welches Kabel oder welche Steckdose verfügbar ist und wie hoch die Ladeleistung ist. Weiter wird angegeben, wie die Station zugänglich ist und von welchem Anbieter sie betrieben wird. Ebenfalls angegeben wird, wie man bezahlen kann; bei einigen Ladestationen reicht eine Kreditkarte, bei anderen muss eine App installiert werden oder ein QR-Code gescannt werden. Wie hoch der Preis fürs «Auftanken» ist, muss in aller Regel beim Anbieter erfragt werden.

Welche Anbieter sind vertreten?

Aktuell sind Ladestationen von 24 Betreibern erfasst. Diese bieten an rund 3100 Standorten insgesamt über 6300 Ladeplätze an. Einzelne Anbieter wie beispielsweise die Stadt Dietikon betreiben bloss eine Ladestation. Der grösste Teil der derzeit registrierten Lademöglichkeiten – über 5600 Ladeplätze an rund 2800 Standorten – wird von den vier grössten Anbietern betrieben. Weitere Anbieter können sich auf der Karte eintragen lassen.

Was kostet mich das «Tanken»?

Das hängt vom gewählten Anbieter ab. Bei den vier grössten Betreibern sind die Preise wie folgt:

Beim Anbieter evpass (2103 Ladeplätze an 1064 Standorten) zahlt der Autofahrer oder die Autofahrerin 50 Rappen pro Kilowattstunde plus 1.50 Franken pro Ladevorgang. Wer einen Jahresbeitrag von 59 Franken entrichtet, zahlt 45 Rappen pro Kilowattstunde und keine Gebühr pro Ladevorgang. Zusätzlich gibt es verschiedene Pauschalangebote. So kann man zum Beispiel für 90 Franken pro Monat jeweils tagsüber von 8 bis 19 Uhr ohne zusätzliche Kosten Strom «tanken». Für 50 Franken pro Monat kann man das von 19 bis 8 Uhr tun. Und für 120 Franken wann immer man will. Evpass bietet auch die Möglichkeit, sein Auto im Ausland aufzuladen. Die Preise variieren dort.

Bei Swisscharge (1358 Ladeplätze an 492 Standorten) werden keine Abos angeboten. Die Preise des Ladevorgangs variieren von Ladestation zu Ladestation. Sie umfassen einen Grundbetrag pro Ladevorgang sowie einen Betrag pro Kilowattstunde oder einen Betrag pro Minute. Auch die Benützung fremder Ladestationen ist möglich und erfolgt nach dem gleichen Prinzip.

Bei Move (1126 Ladeplätze an 482 Standorten) variieren die Preise von 45 Rappen pro Kilowatt für langsames Laden bis zu 59 Rappen pro Kilowatt für das schnellste Laden. Bei dem Schnellladesystem ist allerdings auch eine Abrechnung nach Zeit möglich: Eine Minute kostet 15 Rappen. Wer Kunde von Move ist, kann auch bei Move-Partnern in der Schweiz und im Ausland «auftanken», die Kosten dafür variieren aber je nach Anbieter. Wer ein Jahresabo im Wert von 59 Franken löst, erhält sowohl bei den Ladestationen von Move als auch bei jenen von Partnern tiefere Tarife. Wer monatlich 249 Franken bezahlt, kann gratis aufladen, auch bei Partnern und auch im Ausland.

Bei eCarUp (1077 Ladeplätze an 803 Standorten) handelt es sich um einen Anbieter von Ladestationen, der Privatpersonen und Firmen das Einrichten und Betreiben von Ladestationen ermöglicht. In einer App werden die so betriebenen «Tankstellen» angezeigt. Die Tarife variieren entsprechend stark.